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Freiwillige Feuerwehr Hamburg

25.09.2002
Aktuelles

Deutsche Feuerwehr bei Antiterrorübung nahe Moskau


Berlin (ots) - Terroranschlag auf eine chemische Fabrik, Ammoniak und andere Gase werden frei und gefährden die Bevölkerung: Dieses Szenario trainieren zurzeit knapp 300 Spezialeinsatzkräfte der Katastrophenabwehr aus elf Staaten auf einem Übungsgelände in Noginsk bei Moskau.

Im Rahmen einer deutschen Expertenkommission
beobachtet der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) die multinationale Übung der russischen Katastrophenschutzbehörde Emercom.

Die erste Bilanz von DFV-Vizepräsident Albrecht Broemme, Landesbranddirektor von Berlin, ist positiv: „Es gibt Szenarien, durch die die Katastrophenabwehr eines einzelnen Staates überfordert werden kann. Dann muss koordiniert Hilfe aus Nachbarstaaten zugeführt werden. Diese Übung zeigt, dass effektive Hilfe trotz babylonischer Sprachenvielfalt möglich ist.“

Als Herausforderung habe sich bislang außer der Kommunikation auch die Zusammenarbeit von Teams mit unterschiedlichen Ausrüstungsstandards erwiesen. DFV-Vizepräsident Broemme: „Dies ist ein wunder Punkt.“ Alle Erkenntnisse werden in einem Bericht gesammelt, der den deutschen Gefahrenabwehrbehörden beim Entwickeln künftiger Einsatzkonzepte helfen soll.

Der deutschen Delegation gehören außer Broemme auch der ABC- Abwehrexperte Dr. Willy Marzi von der Zentralstelle für Zivilschutz in Bonn sowie Brandamtsrat Dr. Peter Wagner von der Berliner Feuerwehr als Dolmetscher und Fachmann für die osteuropäische Katastrophenabwehr an. Expertengruppen aus 35 Staaten beobachten die Übung östlich von Moskau.

An dem Szenario sind außer russischen Fachleuten auch Spezialisten mit Fahrzeugen und Geräten aus zehn Nato-Staaten beteiligt. Die Übung begann am Dienstag und dauert noch bis Freitag an. DFV- Vizepräsident Broemme hielt sich am Wochenende bereits zu einem Arbeitsbesuch bei der Feuerwehr in Moskau auf.

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