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Freiwillige Feuerwehr Hamburg

20.11.2002
Aktuelles

Bundesregierung zieht vorläufige Schadensbilanz der Hochwasserkatastrophe an Donau und Elbe.


Der finanzielle Schaden der Hochwasserkatastrophe im August 2002 an Elbe und Donau beläuft sich nach einer vorläufigen Schadensbilanz der Bundesregierung auf rund 9,2 Milliarden Euro. Diese Bilanz wurde auf der Grundlage von Meldungen der Länder sowie Erhebungen des Bundes für die Bundesinfrastruktur ermittelt.

Dazu erklärt Bundesministerin Zypries, die auch in ihrem neuen Amt weiterhin die Fluthilfe in der Bundesregierung koordiniert: „Die vorläufige Schadensbilanz basiert überwiegend auf Schätzungen und ist daher noch keine abschließende Feststellung. Aber wir verfügen damit nun erstmals über eine Bilanz, die auf Erhebungen in den betroffenen Gebieten zurückgeht und damit ein realistisches Bild der durch das Hochwasser angerichteten Schäden in Deutschland zeichnet.“

Im Einzelnen verteilt sich die vorläufige Schadenssumme von rund 9,2 Milliarden Euro wie folgt auf die betroffenen Länder und den Bund:

Sachsen: rund 6 Milliarden Euro
Sachsen-Anhalt: rund 900 Millionen Euro
Bayern: rund 200 Millionen Euro
Brandenburg: rund 200 Millionen Euro
Niedersachsen: rund 140 Millionen Euro
Thüringen: rund 60 Millionen Euro
Mecklenburg-Vorpommern: rund 40 Millionen Euro
Schleswig-Holstein: rund 6 Millionen Euro
Für den Bereich des Bundes belaufen sich die Infrastruktur-Schäden – vor allem an Anlagen der Bahn AG, an Bundesautobahnen, Bundesstraßen, Bundeswasserstraßen und bundeseigenen Liegenschaften – auf rund 1,6 Milliarden Euro.

Hinsichtlich der besonders betroffenen Schadensbereiche ergibt sich folgendes Bild:

Privathaushalte: rund 2,1 Milliarden Euro
Gewerbliche Wirtschaft: rund 1,7 Milliarden Euro
Staatliche und kommunale Infrastruktur in den Ländern: rund 1,8 Milliarden Euro
Infrastruktur des Bundes: rund 1,6 Milliarden Euro
Landwirtschaft: rund 290 Millionen Euro
Die sonstigen Schäden verteilen sich beispielsweise auf Infrastruktur in privater Trägerschaft und kulturelle Einrichtungen.

Für den Schadensausgleich stellen der Bund und die Länder einschließlich ihrer Gemeinden mit dem Fonds Aufbauhilfe 7,1 Milliarden Euro zur Verfügung. Hinzu kommen noch bei der EU beantragte Mittel sowie Spenden und Versicherungsleistungen. Die Hilfsprogramme richten sich sowohl an Privatleute zur Beseitigung und Behebung von Hochwasserschäden an Wohngebäuden als auch an kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, freie Berufe sowie land- und forstwirtschaftliche Betriebe. Außerdem werden Mittel zur Wiederherstellung der Infrastruktur in den Gemeinden bereit gestellt.

Die Bundesregierung hat schnelle, unbürokratische und umfangreiche finanzielle Hilfe für die Opfer der Hochwasserkatastrophe geleistet. Ab dem 16. August 2002 hat die Bundesregierung in einem ersten Schritt den betroffenen Landkreisen und kreisfreien Städten insgesamt 78,5 Millionen Euro überwiesen.

In einem zweiten Schritt hat die Bundesregierung aus dem Fonds Aufbauhilfe mittlerweile erste Bundesmittel im Umfang von 456,8 Millionen Euro zur Auszahlung vor Ort freigegeben, weitere 125 Millionen Euro stehen über Arbeitsmarktprogramme der Bundesanstalt für Arbeit zur Verfügung. Der Bund hat den betroffenen Ländern außerdem verbindliche Zusagen auf Grund von Verpflichtungsermächtigungen im Umfang von 37,8 Millionen Euro gegeben.

Zusätzlich wurden 3 Millionen Euro Soforthilfe des Bundes für 30 hochwassergeschädigte Kultureinrichtungen bereit gestellt. Damit umfasst die bereits geleistete finanzielle Hilfe des Bundes an die betroffenen Länder seit dem 16. August 2002 insgesamt überwiesene Bundesmittel, verbindliche Zusagen auf Grund von Verpflichtungsermächtigungen sowie Bundesmittel für Arbeitsmarktprogramme der Bundesanstalt für Arbeit im Gesamtumfang von über 700 Millionen Euro.

Neben der finanziellen Unterstützung hat der Bund mit über 73.000 Einsatzkräften von Technischem Hilfswerk, Bundesgrenzschutz und Bundeswehr bei der Bewältigung der Hochwasserkatastrophe geholfen. Die Kosten für diesen Einsatz beliefen sich auf über 186 Millionen Euro.

Quelle: BMI

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