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Freiwillige Feuerwehr Hamburg

19.02.2003
Aktuelles

Das unterschätzte Risiko: Tunnelbrände


Sicherheitskonzept für unterirdische Verkehrswege gefordert.
Auf die akute Gefahr, die für den Straßen- und Schienenverkehr von unzureichend geschützten Tunnelbauten ausgeht, hat jetzt der Bundesverband Feuerlöschgeräte und -anlagen e. V. (bvfa) mit Sitz in Würzburg hingewiesen. Gemeinsam mit dem ADAC tritt der Verband dafür ein, dass es möglichst bald zu einer noch ausstehenden gesetzlichen Regelung kommt.

Fast jeder hat noch die Bilder der verheerenden Brandkatastrophen im Montblanc-, Gotthard- oder Tauerntunnel vor Augen. Doch in deutschen Tunnelröhren bewegen sich weiterhin täglich viele tausend Fahrzeuge auf engstem Raum, teilweise nur wenige Zentimeter vom Gegenverkehr entfernt. Alle Experten sind sich einig: Eines der größten Risiken ist hier der Ausbruch eines Feuers.
   
Brände sind in ihrer Anfangsphase noch kontrollierbar. Bis jedoch die Feuerwehr in einem Tunnel eintreffen kann, ist es meist schon zu spät. Feuer und Rauch haben sich ausgebreitet und machen ein Vordringen der Rettungskräfte schnell unmöglich. Für die Eingeschlossenen kommt oft jede Hilfe zu spät.
   
Um das zu verhindern, empfiehlt der bvfa ein neues Sicherheitskonzept, das auf einer Wassernebel-Löschanlage basiert. Feiner Sprühnebel bildet dabei eine kühlende Wasserwolke, der Brand wird eingegrenzt und der Rauch niedergeschlagen. Eine geringere Konzentration der giftigen Gase und eine freie Sicht im restlichen Tunnel sind die Folge. Unverletzte können leichter aus dem Tunnel fliehen und Hilfskräfte ungehindert bis zur Unfallstelle vordringen.
   
„Es ist an der Zeit“, so der Geschäftsführer des bvfa, Dr. Wolfram Krause, „technisch machbare Brandschutz-Konzepte zur Vermeidung von weiteren Opfern umzusetzen und die dafür notwendigen Brandschutzbestimmungen zu erlassen.“

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