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Freiwillige Feuerwehr Hamburg

13.05.2003
Aktuelles

Schweres Busunglück war zum Glück nur eine Übung


Es ist Sonntagvormittag, die Sonne scheint. Doch dann passiert es. Ein vollbesetzter Reisebus mit Jugendlichen fährt auf einen PKW auf und schiebt diesen unter einen mit gefährlichen Stoffen beladenen LKW.

Ein Szenario, das jederzeit auf deutschen Straßen passieren kann.
Vor dieser Situation standen die Freiwilligen Feuerwehren Lurup und Eppendorf, die Johanniter aus Osdorf und viele weitere Helfer. Unter dem Motto „Busunglück mit vielen Verletzten“ probten Notärzte, die am Kursus „Leitender Notarzt“ teilgenommen hatten, den Ernstfall auf dem Gelände der Landesfeuerwehrschule.

Um 11 Uhr rückt die FF Lurup als erste Einheit zum Unglücksort aus. Für die Helfer bietet sich ein grausames Bild und es ist schwer zu entscheiden, wo sie gerade am dringendsten gebraucht werden. Im Bus schreien Jugendliche um Hilfe, wie ge-fährlich das Gefahrgut auf dem LKW ist, weiß zur Zeit niemand und im Pkw sind Personen eingeklemmt, die unter Vornahme von Schere und Spreizer befreit werden müssen.

Im Bus herrschen chaotische Zustände. Jugendliche klopfen an die Scheibe und wollen aus dem Bus. Personen mit einer kleinen Schnittwunde, einer Beule am Kopf, gebrochenen Armen und Beinen, stark blutenden Wunden und bewusstlose Personen finden die Feuerwehrleute vor. „Viele hilfesuchende Hände versuchten mich festzuhalten“, beschreibt Feuerwehrmann Sascha Dölling die Situation. „Es war schwer, die vielen Verletzten zu beruhigen und in der ersten Zeit bei dieser Anzahl die optimalste Versorgung für jeden einzelnen zu ermöglichen.“

Nach einer ersten Versorgung und Sichtung der Verletzten durch die Notärzte werden diese zu einer zentralen Sammelstelle gebracht und weiter medizinisch und seelisch betreut, bis sie schließlich in ein Krankenhaus gebracht werden. Bilanz am Ende: drei Tote, zehn Schwerverletzte und 40 Leichtverletzte.

„Ich habe mich zum Teil in eine Realsituation versetzt gefühlt und den Übungscharakter vergessen.“, so Marc Lorenzen von der FF Lurup.

Autor: Alexander Büst – Pressewart FF Lurup

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