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Freiwillige Feuerwehr Hamburg

28.08.2003
Aktuelles

3 Jahre Frühdefibrillation bei der FF Hamburg


Die Frühdefibrillation durch die Erstversorgungswehren der FF Hamburg kann Leben retten

„Zur Zeit sind wird zu neunt“, rechnet Hauptbrandmeister Frank Meyer nach, „ doch es könnten ruhig noch mehr werden!“ Neun Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Curslack wissen genau, wie sie den etwas klobig wirkenden Defibrillator ( Heartstart 3000) im Notfall einzusetzen haben. Alle sechs Monate erfolgt ein Nachweis darüber an der Landesfeuerwehrschule in Billbrook. Unter Aufsicht eines Fachlehrers sowie eines Vertreters des Landesfeuerwehrarztes werden unterschiedliche Herztätigkeiten an einer Übungspuppe simuliert. Jeder einzelne Retter muss entscheiden können, wie bei einer elektromechanischen Entkopplung des Herzens oder verschiedenen Stadien des Herzkammerflimmerns zu verfahren ist. „Der Umgang mit dem Gerät ist mittlerweile Routine für uns“, meint der 24jährige Brandmeister Helge Meyer. „Bei vielen der etwa 150 jährlichen Rettungsdiensteinsätzen nutzen wir den Defibrillator auch zum Ekg-Monitorring. Das übt den Umgang enorm“, führt er weiter aus.

Blicken wir zurück: Im August 2000 erhielten je sechs Kameraden der FF Curslack und der FF Spadenland als erstes eine Ausbildung in der Frühdefibrillation. Die Übernahme dieser Aufgabe war damals in der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg durchaus nicht unumstritten. Doch mit der Präsentation des First Responder Modells der FF Hamburg auf der Interschutz in Augsburg 2001 und durch den regelmäßigen Umgang mit dem Gerät verflüchtigten sich viele dieser Bedenken. Und nicht zuletzt der erfolgreiche Einsatz des Geräts spricht für sich: So konnten die Curslacker Kameraden im Herbst 2002 mit dem Defibrillator Leben retten! Hauptbrandmeister Ingo Meyer fungierte damals als Headman am Einsatzort. „Nur wenige Minuten nach der Alarmierung“, so Meyer, „war das Gerät einsatzbereit. Es zeigte einen defibrillierbaren Zustand an und ich führte die entsprechenden Elektroschocks durch. Nach dem ersten Algorithmus hatte Herz- und Atemtätigkeit wieder eingesetzt. Übrigens: Dieser Patient ließ es sich nicht nehmen beim 100jährigen Jubiläum der Wehr im Mai 2003 persönlich und in aller Öffentlichkeit seinen Lebensrettern zu danken.

Für die Curslacker Wehr steht fest: Der Defibrillator eingesetzt durch die Erstversorgungswehren der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg kann Leben retten.

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Herz-Lungen-Wiederbelebung im Rithmus 15:2

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Frau Dr. Möser im Gespräch mit den Hauptbrandmeistern Frank und Ingo Meyer während des Defibrillationstrainings

Frau Dr. Möser im Gespräch mit den Hauptbrandmeistern Frank und Ingo Meyer während des Defibrillationstrainings

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Unter Aufsicht eines Vertreters des Landesfeuerwehrarztes wird alle 6 Monate ein Leistungsnachweis erbracht.
Gearbeitet wird immer im Team.