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Freiwillige Feuerwehr Hamburg

05.04.2004
Aktuelles

2 Berliner FF-Kameraden bei Einsatz schwer verletzt


Bei der Bekämpfung eines Wohnungsbrandes geraten 2 Berliner FF-Angehörige, deren Wehr an einer BF-Wache Ausbildungsdienst machte, in einen Flashover und müssen zur Rettung 18 m tief aus dem Fenster in ein Sprungpolster springen

„Ich hoffe von ganzem Herzen, dass meine Männer die Folgen dieses Einsatzes überleben und das Krankenhaus gesund verlassen können“, sagt Berlins Feuerwehrchef Albrecht Broemme einen Tag nach dem folgenschweren Einsatz in Moabit.

Zunächst hatte alles nach Routine ausgesehen, als die Feuerwehr am Freitag abend gegen 18 h zu einem Brand im ersten Stockwerk eines mehrgeschossigen Wohngebäudes gerufen worden war. Broemme: „Es gehört zu unserer Taktik, dass ein Trupp nach oben geht und alle Treppenhausfenster öffnet, damit Qualm und Hitze abziehen können. Doch als die beiden oben waren, brannte das Treppenhaus plötzlich lichterloh. Der Fluchtweg war abgeschnitten.“

Ihr Leben verdanken die 30 und 36 Jahre alten Feuerwehrmänner ihren Kameraden am Boden. Die hatten die Entwicklung beobachtet und auch an der rückwärtigen Seite des Mehrfamilienhauses ein Sprungpolster aufgebaut. Laut Test hält die Einsatzkleidung der Berliner Feuerwehr 800 Grad heiße Flammen etwa zehn Sekunden ab. „Die beiden hatten den Tod vor Augen. Sonst stürzt sich niemand 18 Meter in die Tiefe, auch wenn dort ein Sprungkissen wartet“, erläutert Albrecht Broemme. Er selbst war zum Zeitpunkt des Brandes auf einer Feier, raste sofort zum Einsatzort, als der Lagedienst ihn über die Ereignisse informierte.

Der 30 Jahre alte Feuerwehrmann kam genau in der Mitte des Sprungpolsters auf und zog sich einen komplizierten Beckenbruch und elfprozentige Verbrennungen zu. Sein Kamerad stand als Zweiter nicht nur länger im Feuer, sondern das Kissen konnte sich in der Zeit nicht so schnell wieder mit Luft füllen. Die Diagnose: Brüche beider Arme und Beine, 30 Prozent seiner Haut sind verbrannt. Der 30-Jährige ist wieder bei Bewusstsein. Er wird auch psychologisch betreut.

Beide gehören der Freiwilligen Feuerwehr Moabit an, die an diesem Tag Übungsdienst hatte und mit der Berufsfeuerwehr der Wache Moabit ausrückte. Beide gelten als erfahrene Feuerwehrmänner. Die Brandursache: Die Mieterin der Brandwohnung hat etwas unter dem Sofa gesucht und dabei mit einem Feuerzeug geleuchtet, was beinahe zwei Menschenbleben gekostet hätte.

Feuerwehr Hamburg.de wünscht den beiden Kameraden der FF Moabit in Berlin eine baldige Genesung und Verarbeitung dieses Erlebnisses. Dazu die Meldung der Pressestelle der BF Berlin http://www.berliner-feuerwehr.de/887.html

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