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Freiwillige Feuerwehr Hamburg

15.05.2004
Aktuelles

„Brennt Schute, Menschenleben in Gefahr“ – Erfolgreiche Einsatzübung auf der Elbe


Zwei Vierländer Wehren proben gemeinsam mit Hilfskräften aus Niedersachsen den Ernstfall auf dem Wasser.

„Starker Rauch von Schute, Menschenleben in Gefahr“ – das war eines von mehreren Einsatz-stichworten für die Feuerwehren aus Hamburg und der Samtgemeinde Elbmarsch sowie für zwei DLRG-Einheiten, die am Sonntagmorgen im Rahmen einer groß angelegten Übung die Zusammenarbeit auf der Elbe probten.

Schwerpunkte dabei waren die Wasserrettung von Personen und die Brandbekämpfung auf dem Wasser, weiterhin wurden die Bekämpfung von auslaufenden Flüssigkeiten und die Bergung eines versunkenen Fahrzeugs geübt.

Zunächst waren eine Arbeitsschute und ein Hausboot bei Elb-Kilometer 591,5 Neuengammer Hausdeich / Neuengammer Elbdeich das Übungsziel der Helfer. Dichter Qualm und mehrere Personen auf dem Hausboot sowie drei im Elbwasser treibende Personen kennzeichneten die Lage für die Feuerwehren Altengamme, Krauel, Drage, Drennhausen und Marschacht, die zur Menschenrettung und Brandbekämpfung vorgingen. DLRG-Kräfte aus Celle und die schnelle DLRG-Einsatzgruppe des Landkreises Harburg (SEG) suchten mit mehreren Booten und Tau-chern nach vermissten Personen und übernahmen die Wasserrettung sowie die Absicherung des Einsatzgebietes.

Das Übersetzen der Feuerwehrkräfte vom den Elbufern zum Übungsobjekt und der Rücktrans-port der geretteten Personen wurde mit den Booten der Feuerwehren Altengamme und Krauel und mit den Booten der Elbmarsch-Wehren Drage und Marschacht bewältigt. Im Bereich der Schute treibende Fässer und andere Gegenstände mussten von den vorhandenen Einsatzkräf-ten im Hinblick auf mögliches Gefahrgut überprüft und ggf. isoliert werden.

Die Lage spitzte sich zu als die Meldung einlief „PKW im Hafenbecken Elbstorf, Person noch im Fahrzeug“. Auch dieses Ereignis stellte sich schnell als Bestandteil der Großübung heraus, for-derte jedoch die Flexibilität aller anwesenden Kräfte in hohem Maße. DLRG-Taucher sondierten das Fahrzeugwrack im Hafenbecken und retteten die vermisste Person. Die Feuerwehr Marschacht schützte den weiteren Hafenbereich und die Hafenausfahrt mit einer Ölsperre gegen evtl. auslaufende Flüssigkeiten. Mit Hilfe des in Marschacht stationierten Rüstwagens (Landkreis Harburg) übernahmen Feuerwehr- und DLRG-Kräfte gemeinsam die Bergung des Pkw.

Insgesamt waren 98 Einsatzkräfte an der Großübung beteiligt, die von der Feuerwehr Drenn-hausen unter Führung von Ortsbrandmeister Uwe Wahrmann und dessen Stellvertreter Volker Rosenberg ausgearbeitet wurde. Die Hamburger Feuerwehren Altengamme und Krauel waren mit 15 Kräften vertreten, 48 Übungsteilnehmer gehörten zur schnellen Einsatzgruppe der DLRG LK.Harburg (SEG) und zum DLRG-Wasserrettungszug Celle, der bereits am Sonnabend in Drennhausen eingetroffen war. Das Deutsche Rote Kreuz, Kreisverband Harburg-Land stellte die medizinische Versorgung der „geretteten“ Personen sicher.

Die gemeinsame Einsatzleitung von DLRG und Feuerwehr war mit dem fast vierstündigen Ü-bungsverlauf sehr zufrieden. Der Leiter des Brandschutzabschnitts Elbe, Volker Bellmann, Bür-germeister Rolf Roth von der Samtgemeinde Elbmarsch und stellvertretender Gemeindebrand-meister Frank Hupertz bedankten sich bei allen Übungsteilnehmern für die hervorragende Zu-sammenarbeit und sehen die beteiligten Einsatzkräfte für einen möglichen „Ernstfall“ auf der Elbe gut vorbereitet.

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