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Freiwillige Feuerwehr Hamburg

05.09.2004
Aktuelles

Freiwillige Feuerwehren bleiben


Das Hamburger Abendblatt schreibt in seiner heutigen Ausgabe: Hamburgs 87 freiwillige Feuerwehren bleiben erhalten. Innensenator Udo Nagel gab am Freitag seine Beschlüsse zur Zukunft der Wachen bekannt.

Lange hatten die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren (FFW) befürchtet, dass ihre Standorte zusammengelegt oder teilweise aufgelöst werden könnten. Doch der Senator gab ein klares Bekenntnis zu Gunsten der einst oft als „Feierabend-Retter“ belächelten Freiwilligen ab: „Privates Engagement muss gestärkt werden. Für mich gibt es keine Unterscheidung zwischen Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr. Für mich gibt es nur die Feuerwehr.“

Auf Grund des massiven Sparzwangs wird es allerdings Veränderungen in der Organisationsstruktur der Freiwilligen Wehren geben. Nagel kündigte am Freitag an: „Die Hierarchien werden flacher, eine Hierarchiestufe wird komplett wegfallen. Dafür bekommt FFW-Chef Hermann Jonas zwei Stellvertreter. Außerdem soll ein hauptamtlicher Manager die Zusammenarbeit zwischen den Wachen koordinieren, zudem die Kommunikation mit der Berufsfeuerwehr verbessern. Er wird auch für die Vernetzung der Wachen mit einer einheitlichen EDV verantwortlich sein. Hermann Jonas: „Am Ende werden unsere Möglichkeiten besser sein als bisher.“

Jonas hatte, ebenso wie viele seiner Feuerwehrkameraden, befürchtet, dass die Freiwilligen Wehren extrem ausgedünnt werden könnten. Ein Wirtschaftlichkeitsgutachten, das die Stadt in Auftrag gegeben hatte, riet der Innenbehörde zur Schließung von 27 Wachen, bzw. zur Zusammenlegung bestimmter Standorte, deren Einsatzgebiete sich überschneiden.

Auch Dieter Farrenkopf, Chef der Berufsfeuerwehr, ist froh über den Senatorenbeschluss: „Ich hoffe, dass nun wieder Ruhe in die Feuerwehr kommt. Eine dezentrale Lösung wie diese ist für die 87 freiwilligen Feuerwehren die Garantie dafür, dass der Nachwuchs nicht ausbleibt.“ Spätestens im Januar sollen alle Details zur Neuorganisation der FFW festgezurrt sein. Dann, so Staatsrat Dr. Stefan Schulz, solls auch eine Stellenausschreibung für den neuen „FFW-Manager“ geben. jel

erschienen am 4. September 2004 in Hamburg

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