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Freiwillige Feuerwehr Hamburg

13.04.2005
Aktuelles

Kampfmittelfund in der Eißendorfer Forst (Staatsforst Hamburg)


Wie oft hat man sich schon gefragt, wo liegen bloß die zahlreichen Bomben und Granaten aus dem zweitem Weltkrieg, die nicht gezündet haben? Heute wurde wieder eine Granate im Eißendorfer Forst gefunden, aber keine einfache.

Kurz vor 15:00 Uhr nahe der Autbahn A7, AS (Anschlusstelle) Heimfeld. Eine Granate aus dem zweitem Weltkrieg wurde durch gezieltes Suchen mit Sonden aufgespürt. Aber auch alte Luftbildaufnahmen trugen zum Fund im Süden von Hamburg bei.

57 cm Länge, einen Durchmesser von rund 12,8 cm und abgeschossen von Geschützen (Flak) eines Bunkers in Hamburg. Es ist jedoch nicht klar, ob von dem Bunker auf dem Heiligengeistfeld oder in Wilhelmsburg. Benutzt wurden diese Granaten bei Luftangriffen, gegen die feindlichen Flugzeuge. Eine Besonderheit war sicherlich der Zeitzünder, denn diese Granaten sollten in der Luft zünden.

Diese hier hat es nicht getan und landete im Wald, schlummerte dort bis heute. Es mußte also gesprengt werden. Der AB (Absetzbehälter) des Kampfmittelräumdienst stand schon bereit, es mußten noch die Zündkabel und das eigentliche Sprengmittel einsatzbereit gemacht werden. Um 15:00 Uhr wurden die Sperrungen der Waldwege und Vollsperrung der A7 (denn diese lag innerhalb des Sprengradius) angeordnet. Alles war ruhig, nur die Vögel unterhielten sich. Über 2m Handfunkgerät kam die Meldung, das jetzt die Sprengung vollzogen wird.

Ein kurzer dumpfer Knall durchlief den Wald, alle zuckten zusammen und fertig war´s. Die Autobahn wurde 5 Minuten später wieder freigegeben. Die professionelle Sprengung wurde durch Herrn Hein und Herrn Bodes vom Kampfmittelräumdienst der Feuerwehr Hamburg durchgeführt.

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Hier war für Schaulustige erst einmal das Ende

Hier war für Schaulustige erst einmal das Ende

Galerie
Hier nochmal kleine Überreste der Granate
Sehr viel bleibt davon aber nicht übrig...
Hier wird nach Überresten der Granate gesucht.
Hier sieht man sehr schön den verbrannten Sand der durch die Hitzeentwicklung entstanden ist.
Nach der Sprengung der Granate ist nur noch ein großes Loch übergeblieben.
In diesem Container wurde die Sprengladung gezündet. Durch die kleinen Schaufenster aus Panzerglas kann man der Sprengung zuschauen.
Die Sprengung wird von Herrn Hein vorbereitet
Hier die komplette Einsatzstelle. Im Hintergrund, auf dem Hügel, das Absperrband wo die Granate liegt.
Die Einsatzfahrzeuge des Kampfmittelräumdienstes
Der B-Dienst Süd an der Einsatzstelle
Herr Hein gab noch eine kleine Unterrichtsstunde über Bomben und Granaten. Vielen Dank, war sehr interessant.