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Freiwillige Feuerwehr Hamburg

14.08.2005
Aktuelles

Bericht von der „DEKON 2005“


Hier lesen Sie einen Bericht von der Übung "DEKON 2005" in Güstrow (MV) am 13. August 2005 mit Einsatzkräften von der Feuerwehr Hamburg (FF und BF), aus dem Landkreis Güstrow und der Berliner Feuerwehr.

Ich habe die Kräfte mit Thomas Schwarz begleitet und versuche aus meiner Sicht die interessantesten Dinge des Tages darzustellen. Die Einsatzdokumentation aus dem Befehlswagen liegt mir leider noch nicht vor. Ggf. gibt es im Nachhinein noch Ergänzungen in diesem Bericht.

05:45 Uhr – Treffen
Der Rasthof Buddikate ist Treffpunkt für die Kräfte der FF Hamburg. Die Anwesenheiten der einzelnen Einheiten wurden erfasst und die Reihenfolge der 15 Fahrzeuge in der Kolonne wurde eingeteilt.

06:20 Uhr – Abfahrt
Nachdem alle Einheiten den Sammelpunkt erreicht haben, geht es um 06:20 Uhr endlich mit Sonderrechten los auf die A1 Richtung Lübeck.
Die Fahrzeuge haben zur Kommunikation untereinander auf den Kanal 504 WU geschaltet.
Die FF Bille übernimmt als Fernmeldeeinheit mit ihrem zweiten Funkgerät auf dem Fernmelde-Gerätewagen das An- und Abmelden bei den zuständigen Leitstellen, deren Gebiet wir auf dem Weg nach Güstrow durchfahren.
Kurz vor Lübeck geht es auf die A20 Richtung Rostock.

06:45 Uhr – Leitstellen Ab-/ Anmeldung
Wir melden uns bei der Leitstelle Stormarn ab und bei der Leitstelle NW Mecklenburg an

07:15 Uhr – Kurzer Stopp
Auf speziellen Wunsch des Wagens 7 aus dem Verband wird auf einem Parkplatz ein kurzer Stopp eingelegt.

08:00 Uhr – Leitstellen Ab-/ Anmeldung
Wir melden uns bei der Leitstelle NW Mecklenburg ab und bei der Leitstelle Bad Doberan an.

08:20 Uhr – Funkspruch auf der Autobahn
Kurz vor Rostock kam die Ansage vom Führungsfahrzeug: „Nächste Autobahn Ausfahrt RECHTS ab auf die A19.“
Daraufhin kam die Anfrage eines Fahrzeugs: „Bist Du auf der Autobahn schon mal LINKS abgebogen?“ 🙂
Alle haben dies garantiert mit einem Schmunzeln aufgenommen und in einer Stunde sollten wir ungefähr unser Ziel erreichen können.

08:30 Uhr – Leitstellen Ab-/ Anmeldung
Wir melden uns bei der Leitstelle Bad Doberan ab und bei der Leitstelle Güstrow an.

08:45 Uhr – Kurzer Stopp
Wenige Kilometer vor dem Sammelplatz in Güstrow legen wir einen weiteren Zwischenstopp auf einem Rastplatz auf der Autobahn ein.
Es folgt eine kurze Einweisung in die geplanten Aktionen vor Übungsbeginn.

09:20 Uhr – Tankstopp
Wir sind von der Autobahn A19 abgefahren und erreichen nach kurzer Fahrt eine Tankstelle, wo die Einsatzfahrzeuge aufgetankt werden.

09:50 Uhr – Ankunft Sammelplatz
Wir erreichen mit dem Verband der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg den Sammelplatz auf dem Segelflugplatz in Güstrow. Die Aufstellungsflächen für die einzelnen Fahrzeuge werden uns zugewiesen.

10:30 Uhr – Frühstück
An einem Dekon P der FF Hamburg bekamen alle Beteiligten einen Lunchbeutel, der bis zum Nachmittag reichen sollte. Er beinhaltete einen Apfel, zwei Brötchen, Butter, Marmelade, Leberwurst und Schmelzkäse und ein Plastikmesser mit einer Serviette.
Bei trockenem Wetter, aber leichter Wolkenbildung, wurden die ersten Dinge verspeist.

11:15 Uhr – Begrüßung
Der Leiter der Feuerwehr Hamburg, OBD Dieter Farrenkopf, begrüßte die Anwesenden Kameraden und Kollegen der Feuerwehren aus Hamburg, Güstrow und Berlin sowie die Gäste und Beobachter.
Der Staatsrat der Hamburger Innenbehörde, Dr. Schulz war auch anwesend und wünschte der Übung, auch im Hinblick auf große Ereignisse, wie z.B. WM 2006, einen guten Verlauf.
Im Anschluss gab es eine Einweisung des Übungsablaufes durch den Übungsleiter BROAR Manfred Kanzler am Befehlswagen.
Das Übungsgelände befand sich ca. 4 km vom Sammelpunkt am Segelflugplatz entfernt und nun sollte es langsam los gehen…

11:50 Uhr – Übungsbeginn
Der Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Güstrow wurde zuerst alarmiert. Die Einsatzmeldung lautete: „Explosion in einer Diskothek, mehrere verletzte Personen.“
Nach einer ersten Erkundung und eingeleiteten Maßnahmen gab es eine zweite Explosion in unmittelbarer Umgebung. Es wurden Rettungswagen, der GRTW und weitere Kräfte zur Unterstützung angefordert.

Bei der zweiten Explosion handelte es sich um eine Unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtung (USBV) mit radioaktiver Beimischung („Dirty Bomb“), die in einem PKW gezündet wurde.
Dadurch gab es eine Kontamination einer Vielzahl von Verletzten mit verschiedenen Verletzungsmustern.
Zur Rettung und Dekontamination der Personen wurden diverse Kräfte angefordert.

Nachdem die Personen aus dem Gefahrenbereich gerettet wurden, mussten sie vorgereinigt und in einer zweiten Phase dekontaminiert werden. Anschließend wurden die Verletzten in einer Verletzungsmustersichtung überprüft und entsprechend der Verletzungsart zur weiteren Behandlung übergeben.

Parallel wurde für die ABC Erkunder in einem abgesperrten Gebiet eine Einsatzlage mit Übungsstrahlern vorbereitet.
Drei Strahler wurden ausgelegt. Diese mussten von den Kräften gefunden, das Gefährdungsgebiet ermittelt und entsprechend abgesperrt werden.

Nachdem die Einsatzstellen abgearbeitet wurden und das Gerät wieder auf den Fahrzeugen verlastet war, ging es zur Versorgung zurück zum Sammelplatz am Segelflugplatz in Güstrow.
Dort gab es von der Freiwilligen Feuerwehr Lemsahl-Mellingstedt eine leckere Erbsensuppe mit Wurst und Brötchen.

17:00 Uhr – Rückfahrt
Der Verband der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg setzte sich wieder in Bewegung und es ging zurück auf die A19, A20 und A1 Richtung Hamburg.

Im Hamburger Gebiet angekommen trennten sich die Wege der einzelnen Einheiten und jeder versuchte sich von den Strapazen des frühen Aufstehens und der dreistündigen Fahrt zu erholen.

Das war die Übung DEKON 2005 in Güstrow!

Bedanken möchte ich mich bei den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bille für die Mitfahrgelegenheit im Fernmelde Gerätewagen!

Sollten andere Kameraden noch ergänzende Bilder zur Übung haben, können sie mir gerne zugeschickt werden.

Jan Wiedenmann

Bereichswebmaster Bergedorf
feuerwehr-hamburg.de

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Rasthof Buddikate: Jens Krause und Gerd Rüther stellen die Anwesenheit der Hamburger Kräfte fest ...

Rasthof Buddikate: Jens Krause und Gerd Rüther stellen die Anwesenheit der Hamburger Kräfte fest ...

Galerie
... und teilen um 06:00 Uhr den Verband ein.
Auch Feuerwehrleute können um diese Uhrzeit Flügel gebrauchen :-)
Der Verband auf dem Weg nach Güstrow aus der Sicht des letzten Fahrzeugs.
Kurzer Stopp auf der A20 - ABC Erkunder (das Führungsfahrzeug in unserem Verband), Fernmelde Gerätewagen und Dekon P.
Der Fernmelde Gerätewagen der FF Bille - Meine Mitfahrgelegenheit :-)
Tankstopp in Güstrow vor der Übung.
Aufstellungsplatz für die Einsatzfahrzeuge auf dem Segelflugplatz in Güstrow.
Aufstellungsplatz aus der Sicht des Bereichswebmasters Süderelbe. Danke Sascha :-)
Herr Steffens und Herr Pietschmann von der BF Hamburg geben am Befehlswagen eine kurze Einweisung.
Einsatzkräfte bei der Besprechung
Führungskräfte der BF und FF Hamburg bei der Besprechung
Der Oberbranddirektor der Feuerwehr Hamburg, Dieter Farrenkopf, begrüßt die Teilnehmer, Beobachter und Gäste.
Begrüßung durch den Staastrat der Hamburger Innenbehörde, Herrn Dr. Schulz
Manfred Kanzler (BF Hamburg) erklärt den Einsatzkräften, Beobachtern und Gästen den Übungsablauf
Lageplan der Einsatzlage
Die Kräfte der FF Güstrow bei der ersten Einsatzlage (Explosion einer Handgranate in einer Diskothek)
Einsatzkräfte unter schwerem Atemschutz und entsprechender Schutzkleidung in der Einsatzstelle.
... und beim Retten einer Person.
Hier wird eine verängstigte Verletztendarstellerin aus einem Gebüsch gerettet.
Der B-Dienst der BF Hamburg - Herr Lange - gibt über 2m-Band eine Rückmeldung
Rettung mit der Trage
Grobe Dekontamination der Verletzten mit vier Fog-Fightern zwischen zwei LF's
Die Schnellaufbauzelte werden aufgebaut ...
... und für die Verletzten-Sichtung benutzt.
Landesbereichsführervertreter Nord Andrè Wronski (links) als Übungsbeobachter und Thomas Schwarz (Leiter der Arbeitsgruppe Medien und Kommunikation der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg) mit Video Kamera
Staatrat Dr. Schulz gemeinsam mit dem Stellinger Wehrführer André Jänicke.
Der Staatsrat ließ sich die Einsatzmöglichkeiten des Erkunders und die Messtechnik erklären.