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Freiwillige Feuerwehr Hamburg

17.12.2005
Aktuelles

PA-Trupp in Baden-Württemberg bei Einsatz getötet


Bei der Bekämpfung eines Feuers in einem Fachwerkgebäude wurde zwei Kameraden der FF Tübingen (BWü) der Rückweg abgeschnitten...

Bei einem Brand sind zwei Feuerwehrmänner der Freiwilligen Feuerwehr Tübingen im Einsatz ums Leben gekommen. Zur Brandursache des unbewohnten Fachwerkhauses, in dem sich Werk- und Lagerstätten sowie Ateliers befinden, kann derzeit noch nichts gesagt werden. Das Feuer wurde kurz vor 3 Uhr von einem Autofahrer gemeldet. Beim Eintreffen der Polizei wenige Minuten später quoll bereits dichter Rauch aus dem Gebäude. Als die Feuerwehr mit dem ersten Löschfahrzeug sechs Minuten nach Alarmierung am Brandort eintraf, hatte sich das Feuer bereits auf mehrere Räumlichkeiten des überwiegend in Holzbauweise erstellten Gebäudes ausgedehnt. Der erste Löschtrupp, bestehend aus den beiden Feuerwehrmännern, war mit Löscharbeiten unter Atemschutz im Innenangriff im Gebäude beauftragt und ging über den Treppenraum bis ins Dachgeschoss vor. Während der Löscharbeiten platzte der Schlauch im Bereich des ersten Obergeschosses. Die Ursache hierfür ist noch unklar. Auf den Notruf der beiden Feuerwehrmänner hin wurden Sicherheitstrupps zur Hilfeleistung eingesetzt, die sich zunächst den Weg ins Dachgeschoss durch umfangreiche Löscharbeiten freimachen mussten, ehe sie die beiden Feuerwehrmänner bergen konnten. Die beiden Männer waren zu diesem Zeitpunkt bereits bewusstlos. Mehrere Notarztteams konnte den beiden Feuerwehrleuten trotz Reanimation nicht mehr helfen.

Der 24-jährige ledige Oberfeuerwehrmann trat 1997 in die Jugendfeuerwehr ein und war seit 1999 im aktiven Feuerwehrdienst. Der 35-jährige Oberlöschmeister trat 1987 in die Feuerwehr ein, war auch als Ausbilder tätig und wurde 1997 zum Gruppenführer in der Landesfeuerwehrschule ausgebildet. Er hinterlässt Frau und zwei Kinder.

Durch den intensiven Brand kam es zum Durchbrand von Erd- bis Dachgeschoss. Über 80 Feuerwehrleute in 18 Einsatzfahrzeugen bekämpften den Brand von außen über die Drehleiter und mehreren Rohren. Nach ersten Schätzungen entstand ein Sachschaden von rund 500.000 Euro.

Für Landesbranddirektor Hermann Schröder ist der Brandeinsatz zunächst einer gewesen, wie ihn die Feuerwehr tagtäglich zu bewältigen hat. Wie es zu der unglücklichen Verkettung von Umständen kommen konnte, die letztlich zum Tod der beiden Feuerwehrmänner führte, ist auch für ihn im Moment unerklärlich. Nach den ersten Erkenntnissen wurde den beiden Feuerwehrleuten der Rückzugsweg nach dem Notruf durch eine Ausdehnung des Brandes abgeschnitten. Schröder: „Wir müssen diese Tatsache zur Kenntnis nehmen. Der Tod eines Feuerwehrmanns beim Einsatz ist ein Risiko, das glücklicherweise selten vorkommt, das sich aber nie ganz ausschließen lässt.“.

Nähere Umstände entnehmen Sie bitte dem Bericht unter www.atemschutzunfaelle.de , Bilder finden sich unter  http://www.nonstopnews.de/

Quelle: www.feuerwehr.de

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