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Freiwillige Feuerwehr Hamburg

06.01.2006
Aktuelles

Deutscher Mieterbund gegen Rauchmelderpflicht


Anlässlich des tragischen Brandes in Köln mit fünf Todesopfern haben der DFV und der LFV NRW in dieser Woche bei Nachrichtenagenturen, im Radio und im TV ein breites, positives Echo mit der Forderung nach einer generellen Rauchmelderpflicht gefunden.
Der Deutsche Mieterbund spricht sich gegen eine gesetzliche Pflicht aus.

(dmb) „Rauchmelder können Lebensretter sein, sie gehören deshalb grundsätzlich in alle Wohnungen“, stellte der Direktor des Deutschen Mieterbundes (DMB), Dr. Franz-Georg Rips, in Berlin fest. Dabei setze der DMB auf freiwillige Lösungen und auf die Vernunft der Mieterhaushalte. „Wir raten allen Mieterhaushalten, in ihren Wohnungen, jedenfalls in den Schlafräumen, Kinderzimmern und im Flur, Rauchmelder anzubringen“, sagte Rips.

Sicherheit zu zumutbaren Bedingungen gebe es nur durch Vernunft und Eigeninitiative. Rauchmelder, die problemlos selbst zu montieren sind, sind schon für 10,– Euro, teilweise auch noch preiswerter, im Handel erhältlich

Der DMB lehnt bürokratische Regelungen und gesetzliche Verpflichtungen ab.

„Jede Einbau- und Überwachungspflicht, die Festlegung von Bußgeldtatbeständen und die Kontrollen ziehen beträchtliche Kosten nach sich, die das Wohnen weiter verteuern. Schon heute zahlen die Mieterhaushalte in Deutschland durchschnittlich etwa 35 Prozent der Gesamtmiete für die Nebenkosten des Wohnens. Weitere Verteuerungen der Nebenkosten sind nicht hinnehmbar, die Belastungsgrenze der Mieterhaushalte ist erreicht“, sagte der DMB-Direktor.

Nach Erhebungen des Deutschen Mieterbundes sterben jährlich rund 600 Menschen in Deutschland bei mehr als 200.000 Wohnungsbränden. 6.000 Menschen erleiden schwere, 60.000 weitere Menschen leichte Brandverletzungen. 95 Prozent aller Brandtoten sterben an einer Rauchvergiftung. Etwa drei Viertel der Opfer werden nachts im Schlaf überrascht. Rauchmelder mit ihrem akustischen Signal können helfen, einen Wohnungsbrand und die Entwicklung von Rauchgift früh genug zu erkennen und sich selbst rechtzeitig in Sicherheit zu bringen.

Der DMB setzt sich deshalb nachdrücklich für den Einbau von Rauchmeldern in Mietwohnungen ein. Er schlägt der Politik vor, dass die wohnungswirtschaftlichen Verbände auf der Anbieter- und Nachfrageseite gemeinsam eine große Informationskampagne in Gang setzen. Beim Neuabschluss von Mietverhältnissen könnte ein Informationsblatt über die Sinnhaftigkeit von Rauchmeldern aufklären. In bestehenden Mietverhältnissen könnten private Vermieter, Wohnungsunternehmen und Deutscher Mieterbund gemeinsam eine große Aufklärungskampagne starten.

„Lösungen auf der Grundlage von Freiwilligkeit und Vernunft sind eindeutig vorzuziehen gegenüber Wegen, die neuen Bürokratieaufwand bewirken, hohe Kosten für Installation, Montage, Wartung und Kontrolle zur Folge haben und neuen Streit zwischen Mietern und Vermietern provozieren“, fasste der DMB-Direktor Dr. Rips die Position seines Verbandes zusammen.“

Quelle: Deutscher Feuerwehrverband
Foto: Alle Rechte vorbehalten eobiont GmbH

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