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Freiwillige Feuerwehr Hamburg

16.09.2008
Aktuelles

Zwei neue Flugzeuge für die niedersächsische Feuerwehr


Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann nahm offiziell die beiden neuen Flugzeuge vom Typ Cessna 206 H für den Flugdienst des Verbandes entgegen.

Als einen „sehr guten Tag für die Menschen und Tiere im Land Niedersachsen“ bezeichnete der Präsident des niedersächsischen Landesfeuerwehrverbandes, Hans Graulich den Moment, als er von Niedersachsens Innenminister Uwe Schünemann offiziell die beiden neuen Flugzeuge vom Typ Cessna 206 H für den Flugdienst des Verbandes entgegen nahm.

Mit einer Feierstunde wurde damit die neue Ära bei der fliegenden Feuerwehr eingeläutet, zu der Feuerwehrleute und politische Vertreter aller Gremien aus ganz Niedersachsen auf den Flugplatz in Lüneburg gekommen waren. Innenminister Uwe Schünemann bedankte sich bei allen derzeit aktiven 22 Piloten, 28 Forstflugbeobachtern und 51 Feuerwehr-Flugbeobachtern für ihr Engagement und die Bereitschaft, bei der Verhinderung von Waldbrandkatastrophen wie der von 1975 aktiv mitzuwirken.

Er hob vor den geladenen Gästen die Bedeutung der Feuerwehrflieger in Niedersachsen hervor und betonte ausdrücklich, dass viele andere Bundesländer Niedersachsen um diesen hervorragend funktionierenden Frühwarndienst beneideten.

Dieses machte auch der Leiter des Flugdienstes, Regierungsbrandmeister Werner Meyer deutlich. Seinen Angaben zufolge waren die drei bisher eingesetzten Flugzeuge des Verbandes vom Typ Cessna 172 bzw. Cessna 182 allein in den letzten fünf Jahren bei 319 Brandeinsätzen aus der Luft beteiligt, 98 Brände wurden von den Fliegern in der Entstehungsphase entdeckt und gemeldet.

Da die bisherigen Maschinen, die zwischen 1971 und 1977 erbaut wurden, mittlerweile stark überaltert waren und den heutigen technischen Anforderungen nur noch mit allergrößter Mühe entsprachen, wurden vor fünf Jahren die ersten Ideen zur Beschaffung neuer Maschinen entwickelt.

In Zusammenarbeit mit dem Land Niedersachsen, das für die beiden jetzt in Dienst gestellten Maschinen insgesamt 600.000 Euro finanzierte, und den öffentlichen Versicherern, die die fehlende Summe zu dem Gesamtpreis beider Maschinen im Gesamtwert von 860.000 Euro beisteuerte, wurde die Beschaffung von zwei neuen Maschinen verwirklicht.

Die beiden im vergangenen Jahr erbauten Maschinen haben jeweils 300 PS Motorstärke, eine Spannweite von 10,60 Metern und fliegen mit einer maximalen Geschwindigkeit von 240 km/h normalerweise in 4.000 Metern Höhe. Ausgestattet sind die neuen Cessna dabei mit vielerlei Technik, Herzstück ist dabei das Garmin G 100 Flight-Management System mit einem 3-Achs Autopiloten. Die Cessna ist fünfsitzig, im Flugfall werden aber nur bis zu vier Plätze besetzt, der fünfte Platz dient als Stauraum für technische Ausrüstungsgegenstände wie Kameras, Notebooks und persönlichen Utensilien der Flugzeuginsassen.

Eingesetzt werden die Maschinen bei einer Waldbrandwarnstufe von vier bis fünf und/oder wenn es brennt. Präsident Graulich bedankte sich bei den Machern für diese Beschaffung, forderte aber zugleich auch die Ersatzbeschaffung der dritten Maschine, die noch offen ist.

„Hier können und müssen wir weiter am Ball bleiben, damit die Sicherheit aller Menschen und auch Tiere weiter gewährleistet ist“, forderte der Präsident abschließend. Die beiden neuen Maschinen werden auf den Stützpunkten in Peine und Lüneburg eingesetzt, die Lüneburger Maschine war in diesem Jahr bereits 140 Flugstunden im Einsatz und hat sich bezahlt gemacht.

Besondere Erwähnung fand bei der Übergabe aber auch die Eigenleistung der „Feuerwehr-Flieger“, die pro Maschine gut 90 Stunden Vorarbeit geleistet haben und Roharbeiten am Rumpf durchführten.

Bericht: Matthias Köhlbrandt
Bild: Matthias Köhlbrandt

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Foto: Feuerwehr-Präsident Hans Graulich (links), Innenminister Uwe Schünemann und der Koordinator des Flugdienstes Werner Meyer freuen sich über die neuen Maschinen.

Foto: Feuerwehr-Präsident Hans Graulich (links), Innenminister Uwe Schünemann und der Koordinator des Flugdienstes Werner Meyer freuen sich über die neuen Maschinen.


Ausgestattet sind die neuen Cessna dabei mit vielerlei Technik, Herzstück ist dabei das Garmin G 100 Flight-Management System mit einem 3-Achs Autopiloten.

Ausgestattet sind die neuen Cessna dabei mit vielerlei Technik, Herzstück ist dabei das Garmin G 100 Flight-Management System mit einem 3-Achs Autopiloten.