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Freiwillige Feuerwehr Hamburg

30.03.2009
Aktuelles

Warum „FitForFire“ für Feuerwehrangehörige ?


Warum muss ein Feuerwehrmann/ Atemschutzgeräteträger eine gewisse Grundfitness besitzen?

Im folgenden Artikel wollen wir aufzeigen, warum eine gute körperliche Verfassung, Kraft und Ausdauer so extrem wichtig für Feuerwehrangehörige, insbesondere Atemschutzgeräteträger sind.
Zudem wollen wir, dass FitForFire – Konzept kurz vorstellen, was ihnen helfen kann, ihre Fitness im Rahmen von Dienstsport zu verbessern.

Beginnen wollen wir mit den Belastungen, welche im Einsatz auftreten.
Ein Einsatz stellt mit seinen verschiedenen belastenden Faktoren immer ein hohes Maß an körperlichen und psychischen Anforderungen an unseren Körper. Bei Feuerwehrangehörigen im Brandeinsatz betrug der Puls bei der durchgeführten „STATT-Studie“, bis zu 200 Schläge pro Minute. Die körperliche Belastungsgrenze wurde aus medizinischer Sicht dabei z.T. stark überschritten!
Belastende Faktoren im Einsatz sind z.B.: das Gewicht der persönlichen Schutzausrüstung (bis zu 35 kg bei AGT), das Heben und Tragen schwerer Lasten, der Anstieg der Körpertemperatur, schnelle Fortbewegung am Einsatzort und psychische Belastungen, wie der Alarmzustand , und die gesamte Einsatzumgebung.

Je länger der Körper nun diesen Faktoren ausgesetzt ist, umso kleiner werden seine Reserven, wie Kraft, Ausdauer und Konzentration. Der Körper kann dann schlechter auf wichtige Informationen und Ereignisse reagieren.
Damit steigen das Unfallrisiko, sowie der Verlust der Konzentrationsfähigkeit enorm, da eventuelle Unfallquellen oder sogar vermisste Personen übersehen werden können.


Je größer nun die „Fitness-Reserven“ sind, umso sicherer kann der Feuerwehrangehörige im Einsatz arbeiten.
Er verbessert die Chancen unfallfrei zu bleiben, sowie geschädigten Personen am Einsatzort besser helfen zu können, da sein Körper nicht mit Kraft und Konditionsmangel zu kämpfen hat, und sich so voll auf das Einsatzgeschehen konzentrieren kann.

Ziel von FitForFire ist es nun, diese körperlichen Reserven auszubauen, um Feuerwehrangehörige fitter in den Einsatz zu schicken.
Der Spaß in der Gruppe soll natürlich auch nicht zu kurz kommen.                   

Das FitForFire – Trainingsprogramm ist eine Kombination aus Kraft und Ausdauer, maßgeschneidert für die Einsatzbelastungen eines Feuerwehrangehörigen.
Der Vorteil liegt hier in den verschiedenen Belastungsfeldern, welche sonst nur wenige Sportarten in dem Umfang bieten können.
Angeleitet werden die Sport-Gruppen von Übungsleitern, welche aus der eigenen Wehr kommen, und einen speziellen Lehrgang absolviert haben. Trainiert wird also meistens nur im bekannten Kreise, was die Gruppendynamik enorm steigert.
Es ist uns wichtig zu betonen, dass wir keine Spitzensportler ausbilden wollen, sondern Mitglieder der Feuerwehr auf ein sportliches Niveau bringen, damit sie besonders im Einsatz, aber auch im Alltag von diesem sportlichen Niveau profitieren.
Dieses Trainingsprogramm sollte also nicht nur als zusätzliche Arbeit im Rahmen des Feuerwehrdienstes gesehen werden, sondern als ein positiver Effekt auf die gesamte Lebensqualität.

Ziel der Spate FitForFire auf www.feuerwehr-hamburg.de ist es, Trainingsveranstaltungen bekannt zu geben, Trainingstipps aufzuzeigen, sowie Neuigkeiten seitens der HFUK hier kundzugeben. 


Wir hoffen, dass der Text einen kleinen Einblick in unsere Intentionen geben konnte, und ihnen kurz die Grundlage des FitForFire – Konzept  vermitteln konnte.

Text: Lorenz Warnke, Fachredakteur FitForFire

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