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Freiwillige Feuerwehr Hamburg

05.04.2009
Aktuelles

„…Abspannen, Unterschrift: Zugführer 05“


„Zugführer sein ist ziemlich schwer, Zugführer werden genauso sehr“ - so oder so ähnlich könnte das Motto für den letzten Zugführerlehrgang der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg gelautet haben, der vom 23. März bis zum 3. April 2009 an der Hamburger Akademie für Rettungsdienst und Gefahrenabwehr stattfand.

Bis zur Prüfung am vergangenen Freitag arbeiteten sich alle Lehrgangsteilnehmer durch Grundlagen von Brandschutz, Vorbeugendem Brandschutz, Einsatztaktik und Führungslehre.

Auch entmutigende Fazits der Ausbilder nach praktischen Übungen oder sich aus Fenstern stürzende Puppen brachten die Teilnehmer nicht vom rechten Pfad ab. Und so traten sie dann am Freitag zur praktischen Prüfung an, nachdem sie bereits am Donnerstag alle die theoretische Prüfung erfolgreich hinter sich gebracht haben.

Die Prüfungskommission bestand aus dem Fachbereichsleiter Brandschutz Karsten Prokoph und Fachleher Jörg Reimers. Die Prüfung selbst wurde als Planspiel durchgeführt. Am Ende blieb das erwartete positive Ergebnis für zwei Kollegen leider aus. Die verbliebenen sieben Absolventen dürfen sich aber freuen und sich seitdem „Zugführer der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg“ nennen. Auch André Wronski, Landesbereichsführervertreter-Nord und Begleiter der Prüfungskommission sprach den neuen Zugführern seinen Glückwünsch aus.

Alle Absolventen haben eines jedoch ganz besonders verinnerlicht: „Melden befreit und belastet den Vorgesetzten“. In diesem Sinne wünschen wir allen Kameraden, dass sie in ihren Führungsvorgängen auf ihren „aufblasbaren Feldherrenhügeln“ immer die richtigen Entscheidungen treffen werden.

Absolventen:

Mischa Beyer (F 1924 – Osdorf)

Marco Bornhöft (F 1937 – Eimsbüttel)

Rainer Hevers (F 2954 – Krauel)

Hans-Heinrich Pöppe (F 3933 – Neuenfelde-Nord)

Dirk Quast (F 3932 – Francop)

Björg Rademacher (F 1927 – Sülldorf-Iserbrook)

Ronald Schröder (F 2954 – Kirchsteinbek)

Und dann kommt plötzlich das pralle Leben

Einer der o.a. Absolventen wurde am Samstagmorgen nach dem Prüfungstag um 05.14 h zu FEUK alarmiert. Er fand sich – so kam es einfach – als Gruppenführer auf dem LF1 seiner Wehr wieder. An der Einsatzstelle waren zwei brennende Müllcontainer, nichts besonderes, wenn nicht in 100m Entfernung der nächste sichtbar in Vollbrand stand. Der Versuch, das 2. LF der Wehr über 2m-Funk direkt dorthin zu leiten, missglückte wegen eines Akkuproblems auf LF2. Als sich die Kräfte gefunden hatten und man der zweiten Einsatzstelle zuleibe rückte, erschien ein Anwohner und … meldete einen Kellerbrand im gegenüberliegenden Mehrfamilienhaus!!!

Die rasche Erkundung unseres Absolventen mit dem GF vom LF 2 ergab tatsächlich ein Feuer. Es brannte die hölzerne Tür eines Kellerverschlags, im Verschlag Kunststoffteile und alles qualmte kräftig. Also: erkunden, beurteilen, planen, entschließen, rückmelden („1 HLZ anrücken“) und dabei die eigenen Kräfte der beiden LF umgruppieren auf eine völlig neue Lage, neben dem im Einsatz befindlichen S-Rohr den Schnellangriffsverteiler und eine Wasserversorgung vorbereiten, die Zugänge erkunden, Personen als betroffen oder anwesend beurteilen, den Animateur für die eingetroffene Polizei geben…

Plötzlich und unerwartet kollabierte dann die meldende Person vermutlich aufgrund zuviel eingeatmeten Brandrauchs – also neue Lage neben der laufenden Brandbekämpfung an Containern und Keller. „1 NEF und RTW anrücken, Erstversorgung eingeleitet!“

Bei Eintreffen des Zuges und der Rettungskräfte war das Feuer im Keller aus, keine weiteren Personen in Gefahr, die Kleinfeuer bekämpft, die Erstversorgung in Gange und unser junger Zugführer übergab die Einsatzstelle ordnungsgemäß dem Kollegen der BF – und hätte sich das vorher nie träumen lassen!

 

(Anm. d. Red.): Dieser Einsatz hat sich wirklich so zugetragen und spricht für die gute Ausbildung unseres Führungsnachwuchses an der LFS

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BROAR Karsten Prokoph gibt einem der angehenden Zugführer nähere Informationen zu seiner Lage.

BROAR Karsten Prokoph gibt einem der angehenden Zugführer nähere Informationen zu seiner Lage.


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Keiner weiß, was uns die nächste Lage bringen wird... denn die ist
bekanntlich heimlich.