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Freiwillige Feuerwehr Hamburg

03.04.2010
Aktuelles

FF Osdorf macht Rabatzz!


Grundlagen für umfassende PA-Belastungsübungen müssen nicht immer die ausgeklügelsten Übungen an den verwinkelsten Objekten sein. Das zeigte die FF Osdorf mit dem vom Übungsleiter gewählten Objekt, dem Indoor-Kinderspielplatz "Rabatzz!" in Hamburg-Stellingen.

Bis zum Schluss war nur ein kleiner Kreis eingeweiht gewesen, die Meisten jedoch hatten bei Dienstbeginn keinen blassen Schimmer, wohin es gehen würde.

Am Objekt angekommen, wurden alle acht Atemschutzgeräte, Handlampen und Funkgeräte von den Fahrzeugen genommen, denn diese waren Gegenstand der Übung. Auch wenn die Atemschutzgeräte nicht angeschlossen werden durften – Übungsgeräte standen aufgrund der bevorstehenden Osterfeiertage leider nicht zur Verfügung – so sollte doch der Umgang und das Bewegen unter erschwerten Bedingungen geübt werden.

Und es sollte schweisstreibender werden, als befürchtet. In maximal 30 Minuten musste ein abgesteckter Parcours durchlaufen werden: Rutschenröhren, Engstellen mit nicht einmal vierzig Zentimetern Höhe sowie sehr kleine Kletteröffnungen mussten überwunden werden. Dabei galt es, sechs Beutel einer vorgegebenen Truppfarbe einzusammeln. Damit sollte die Kommunikation zwischen Trupp und Atemschutzüberwachung per Funk simuliert werden. Die Atemschutzüberwachung dokumentierte penibel die Zeiten der Beutelergreifungen, so dass sich ein klares Bild ergab, wann sich welcher Trupp an welcher Stelle des Übungsparcours befand. Die Trupps waren dazu im Drei-Minuten-Abstand losgeschickt worden. 

Marc Ahrweiler, Atemschutzwart der FF Osdorf, sagte hinterher, dass diese Strecke anstrengender war als angenommen und einer PA-Belastungsübung im Vergleich mit dem MOBAS-Durchgang durchaus würdig war. Die Geschäftsführerin des Rabatzz!, Brigitte Landvogt, äußerte sich positiv über den Besuch. Sie konnte sich bislang nicht vorstellen, dass der Spielplatz ernsthaft für die Feuerwehr von Interesse sei.

Der Übungsausgang war ein voller Erfolg: Jeder Teilnehmer war erschöpft, aber begeistert vom Objekt. Zudem hat jeder Trupp die Strecke in der vorgegebenen Zeit bewältigt, ohne auch nur einen Verlust der Beutel. Es wurden zwischen 17 und 22 Min. benötigt, da die Kräftigeren doch ab und zu das Gerät an einer Engstelle abnehmen mussten. Ein weiteres Fazit: die Kommunikation über Funk unter Atemschutz bedarf einer deutlichen Artikulation und es muss ein besonderes Augenmerk auf die Funkgeräte gelegt werden, denn kriechende Bewegungen auf engstem Raum sorgten dafür, dass in zwei Fällen das Gerät verstellt wurde – ein Umstand, der im realen Einsatz lebensbedrohlich werden kann.

Bedanken möchten wir uns bei Frau Landvogt und Frau Merke, die uns dieses „Event“ ermöglicht haben. Ein Spielplatz nur für die Kleinen? Mitnichten! Auch absolut feuerwehrgeeignet…

Anm.: Scharfkantige und spitze Gegenstände waren nicht erlaubt, deshalb liefen die Trupps ohne Feuerwehraxt durch das Labyrinth.

Text: M. Beyer/M. Tropp, Bilder (c): M. Beyer

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Auch Kameraden, die ansonsten nur Maske/Filter tragen dürfen, konnten mitspielen (daher hier ohne Flammschutzhaube)

Auch Kameraden, die ansonsten nur Maske/Filter tragen dürfen, konnten mitspielen (daher hier ohne Flammschutzhaube)

Galerie
Nur was für ganz Schlanke
Sechs Stationen galt es abzuarbeiten
Teamarbeit war in den 2- und 3-Mann-Trupps gefragt.
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Weiße Zettel mit Pfeilen wiesen den Trupps den Weg
Unebene Wegstrecke...
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