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Freiwillige Feuerwehr Hamburg

09.10.2010
Aktuelles

Update: „Lisco Gloria“ liegt weiterhin stabil, Bergung wird vorbereitet


Dänische Behörden haben Gesamteinsatzleitung übernommen, Einheiten der Feuerwehr Hamburg waren zur Brandbekämpfung und Verletztenversorgung vor Ort, Angehörige erhalten Auskunft unter der Telefonnummer 0431/160 6666

Update vom 11.10.10:

Die ersten Brandexperten der niederländischen Firma Smit Salvage sind inzwischen an Bord der „Lisco Gloria“ gegangen. Sie sollen letzte Glutnester löschen und sich einen Überblick über den Zustand des Schiffes verschaffen. Die endgültige Bergung wird somit vorbereitet.

Das gewaltige Feuer hat zwei Löcher in die Außenwand des Schiffs gefressen. Ein etwa 8 m² großes Loch befindet sich an einem Außengang der Steuerbordseite.
 An Bord des Havaristen befinden sich neben 200 Tonnen Schweröl auch 18 Tonnen Diesel und 25 Tonnen Maschinenöl. Mehrere Spezialschiffe sind an der Unglücksstelle, um notfalls einzugreifen.

Update vom 10.10.10:

Nach wie vor liegt das litauische Ro-RO-Schiff „Lisco Gloria“ stabil vor Anker in der Ostsee auf der Höhe von Langeland. Das Schiff brennt noch im Bereich der Heckklappe, jedoch scheint das Feuer immer geringer zu werden.

Während der gesamten Nacht wurde das Schiff von den Schleppern „Fairplay 26“ und „Asterix“ gekühlt.
Seit Mitternacht haben die dänischen Behörden die Gesamteinsatzleitung übernommen, da sich die Personen-Autofähre in dänischen Gewässern befindet.

Inzwischen sind zusätzlich zu den Bergungsspezialisten die Feuerwehrkräfte von Smit Salvage eingetroffen, einer niederländischen Bergungsfirma, die von der Reederei DFDS den Bergungsauftrag erhaltender hat.

Das Havariekommando klärt zur Zeit, ob die dänischen Behörden Unterstützung durch deutsche Einsatzkräfte benötigen.

Lage am 9.10.10:

Nach wie vor liegt das Ro-Ro-Schiff „Lisco Gloria“ (Größe ca. 20.000 BRZ, L: ca. 200m, B: ca. 24m, litauische Flagge) stabil vor Anker in der Ostsee auf der Höhe von Langeland. Das Schiff brennt noch, jedoch scheint sich das Feuer abzuschwächen. Ein „Boarding-Team“ wurde per Hubschrauber abgesetzt, damit diese Spezialisten den Anker herablassen konnten.  Das Schiff liegt somit z.Z. in dänischen Gewässern. Das Havariekommando behält in enger Abstimmung mit den dänischen Behörden die Gesamteinsatzleitung.

Bergungsspezialisten der niederländischen Firma „SMIT SALVAGE“ sind vor Ort in der Ostsee und im Havariestab in Cuxhaven. Die Reederei DFDS hatte zuvor einen entsprechenden Vertrag an die Bergungsfirma vergeben. Die Bergungsspezialisten werden voraussichtlich morgen bei Tagesanbruch mit der Arbeit beginnen. Während der Nacht wird das Schiff weiterhin gekühlt werden.

Nach Angaben der Polizei Schleswig-Holstein befanden sich 249 Personen an Bord der „Lisco Gloria“. Insgesamt gab es 28 leicht verletzte Personen, die überwiegend Rauchgasintoxikationen erlitten. Davon werden 23 Personen stationär behandelt.

Die meisten geretteten Personen sind in Hotels in Kiel untergebracht und werden psychologisch betreut. 27 Personen haben bereits die Heimreise angetreten. Die überwiegende Zahl der Passagiere stammt aus Litauen. Aus Deutschland kommen etwa 20 Passagiere.

In der Nacht zum 9. Oktober war auf der „Lisco Gloria“ ein Feuer ausgebrochen. Die Ermittlungen zur Ursache des Brandes dauern an. Erste Hinweise deuten auf eine technische Ursache an einem transportierten LKW hin.

Als Glück im Unglück erwies sich die Tatsache, dass die der Personen-Autotransporter auf der Hauptschifffahrtsroute durch die Ostsee befand. So konnten sämtliche Passagiere von Schiffen aufgenommen werden, die in der Nähe fuhren, darunter die Fähre „Deutschland“ und das Bundespolizeischiff „Neustrelitz“.

Rund 300 Einsatzkräfte (150 an Land und 150 auf See) waren an den Rettungsarbeiten beteiligt. 

Berichterstattung auf tagesschau.de mit einem O-Ton von Jan Peters, Wachführer von -F32-:

http://www.tagesschau.de/multimedia/video/ondemand100_id-video785920.html

Einsatzkräfte, die im Einsatz sind oder waren:

Brandbekämpfungseinheiten aus Kiel, Rostock, Lübeck, Flensburg, Hamburg, Brunsbüttel; Verletztenversorgungsteams aus Hamburg, Bremen und Kiel
Hubschrauber der Deutschen Marine (unter anderem „Seaking“), der Bundespolizei und der Firma Wiking
DGzRS Seenotkreuzer „John T. Essberger“, „Bremen“, „Berlin“ und „Vormann Jantzen“
Notschlepper „Baltic“ und „Bülk“
Gewässerschutzschiff „Scharhörn“ und „Arkona“
Feuerlöschboot „Kiel“
Bundespolizeischiffe: „Neustrelitz“ und „Bredstedt“
Minensucher „Bad Bevensen“
Dänische Schiffe: „Rota“, „Gunnar Seidenfaden“ und „Marie Milljöh“

Bearbeitung: S. Koopmann/ M. Tropp

Quelle: www.havariekommando.de, Quelle und Copyright der Bilder: Havariekommando und Bundespolizei

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Das Schiff befindet sich in leichter Schieflage

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Starke Rauchentwicklung aus Hubschrauberperspektive 

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Starke Rauchentwicklung aus Hubschrauberperspektive 

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Starke Rauchentwicklung aus Hubschrauberperspektive 

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Starke Rauchentwicklung aus Hubschrauberperspektive

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Die Aussenhaut der Fähre wird ständig gekühlt

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Starke Rauchentwicklung

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