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Freiwillige Feuerwehr Hamburg

08.05.2017
Wehrartikel

Jugendfeuerwehr on Tour


Gemeinsames Ausbildungswochenende der Jugendfeuerwehren (JF) Altona und Ottensen-Bahrenfeld. Zu Gast bei der JF Borsum.

Nach umfangreicher Planung konnte es am 21.04 pünktlich los gehen und die Fahrzeuge setzten sich in Richtung Niedersachsen in Bewegung. Vor uns lag ein spannendes und nicht minder lehrreiches Wochenende bei der Freiwilligen Feuerwehr Borsum im Landkreis Hildesheim.

Fast vergessen waren zu diesem Zeitpunkt die ganzen Vorbereitungen. Die Feldbetten waren lange vorher reserviert, die Fahranträge genehmigt, der Zeitplan abgestimmt und die Taschen gepackt.

Gemeinsam mit den Kameraden aus Altona machten wir uns also mit drei Löschfahrzeugen und einem Jugendfeuerwehrfahrzeug auf den Weg. Trotz einiger kleinerer Staus kamen wir gut voran und konnten gegen 19:30 Uhr am Feuerwehrhaus eintreffen, wo die Borsumer Kameraden bereits mit einem gut gefüllten Grill auf uns warteten. Der Ortsbrandmeister Stefan Helmke ließ es nicht nehmen, uns herzlich zu begrüßen und allen eine tolle Veranstaltung zu wünschen. Der Ottensener Wehrführervertreter Fabian Gentemann bedankte sich für die Einladung seiner alten Wehr und konnte zusammen mit den beiden Jugendwarten einige Hamburger Mitbringsel überreichen.

Die Unterbringung erfolgte in der Grundschule. Bereits am Eingang hatte der Hausmeister für uns Schilder aufgehängt, die uns ebenfalls freundlich begrüßten. Gut gestärkt konnten wir die Feldbetten aufbauen und unser Lager aufschlagen. Der Rest des Abends stand zur freien Verfügung. Der Schulhof wurde erkundet, erste Kontakte mit den Niedersachsen wurden geknüpft und Fußball mit „Flutlicht“ macht einfach doppelt so viel Spaß.

Übungen, Ausbildung und Spielereien

Am Samstagmorgen starteten wir mit einem reichhaltigen Frühstück und anschließend wurden die Gruppen eingeteilt. Dann stand Fahrzeug und Gerätekunde auf dem Plan. Von Manschaftstransportwagen (MTW) und Tragkraftspritzenfahrzeugen (TSF), über ein älteres Löschfahrzeug (LF8) bis hin zu modernen Löschgruppenfahrzeug Katastrophenschutz (LF16Kats) und Hilfeleistungslöschfahrzeug (HLF) waren die unterschiedlichsten Fahrzeuge dabei. Unter fachmännischer Anleitung der Maschinisten konnte jeder einen Überblick über die unterschiedlichsten Gerätschaften bekommen. So konnte viel Wissen über die Geräte und ihre Funktion erlernt oder gefestigt werden.

Ab elf Uhr ging es dann für uns zum Schwimmen. Für diesen „Dienstsport“ stand uns die Schwimmhalle der Gemeinde Harsum zur Verfügung. Und während wir nach Belieben planschten, und die Zeit im Wasser genossen, war die Küchencrew schon wieder fleißig. Diese erwartete uns anschließend mit frischen Nudeln und leckeren Soßen.

Der Nachmittag stand dann im Zeichen der praktischen Ausbildung, denn auch die weiteren Helfer waren im Hintergrund schon wieder aktiv. An diversen Stellen in der Gemeinde waren unterschiedlichste Übungen für uns vorbereitet. Während die einen noch einen verletzten Radfahrer versorgten, waren die nächsten schon wieder beim „Feuer auf dem Bauernhof“, leisteten Erste Hilfe bei einem Leitersturz oder hatten den Flächenbrand schnell im Griff. Um die Einsatzbereitschaft der Gemeindefeuerwehr zu gewährleistet, unterstützte der ASB Hildesheim mit einem ELW zur Koordination der Kräfte. Alle Übungen waren anforderungsgerecht aufgebaut und wurden von erfahrenen Kameraden begleitet. So wurde auch der große Scheunenbrand mit sieben „vermissten Personen“ in Adlum ohne Probleme abgearbeitet. Hier zeigte sich einmal mehr, dass Feuerwehrleute unabhängig von Bundesland und Ausstattung in der Zusammenarbeit einfach unschlagbar sind. Der Aufbau der Wasserversorgung funktionierte Hand in Hand und auch die geretteten Personen wurden gemeinsam erst versorgt.

Hiervon konnten sich auch die Besitzer der Höfe überzeugen. Während sie genau beobachteten, was auf ihren Grundstücken passierte, konnte man die Bewunderung in ihren Gesichtern sehen. Denn auch sie hatten sichtlich Freude daran, wie die jungen Kameraden ihre Aufgaben routiniert und mit vollem Engagement erfüllten.

Der Abschluss des Tages bildete eine gemeinsame Personensuche auf dem Außengelände der Borsumer Grundschule. Im Licht der Scheinwerfer und mit Hilfe von unzähligen Handlampen konnten die Personen schnell gefunden werden, welche sich jedoch gar nicht so einfach erwischen ließen. Der als Einsatzleiter fungierende stellv. Ortsbrandmeister Uwe Hartmann fasste die Aktion zusammen: „Ein mehr als lustiges Suchen und Fangen im Flutlicht“. Dies zeigte einmal mehr, dass bei allen Aktivitäten vor allem die Freude und der Spaß der Jugendfeuerwehrleute im Vordergrund stand.

Der Abschied fällt nicht immer leicht

Nach einer weiteren Nacht in der Schule begann dann das große Aufräumen. Genauso schnell wie beim Aufbau, wurden Taschen wieder gepackt, Feldbetten zusammengeklappt und alles in den Fahrzeugen verstaut. Nach einem reichhaltigen Frühstück hieß es noch einmal Antreten. Stefan Helmke nutzte die Gelegenheit und bedankte sich mit kleinen Präsenten bei Jugendwart Marius Quante und seinen vielen Helfern für die Durchführung des Wochenendes. Sein besonderer Dank galt den Küchen- und Vorbereitungsteams, die durch ihren unermüdlichen Einsatz die Veranstaltung erst möglich gemacht hatten. Die durchweg zufriedenen Gesichter der Jugendfeuerwehrleute und der Applaus unterstrichen diesen Dank in besonderer weise. Fabian Gentemann schloss sich den Worten an und verband seinen Dank mit einer Einladung der Niedersachsen in die Hansestadt.

Genauso wie der Rest des Wochenendes, verlief die Rückfahrt nach Hamburg reibungslos. Mit müden und glücklichen Kinder, wachen Fahrern und ohne Stau konnten wir den Ausgang unserer Reise zügig erreichen.

Allen Helfern gilt unser besonderer Dank. Ohne die vielen fleißigen und ehrenamtlich engagierten Menschen wäre solch eine Veranstaltung einfach unmöglich.

 

Text und Fotos: FF Ottensen/Bahrenfeld

- [d.schaefer]






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