01.02.2026
Einsatzgeschehen
Ausgedehnter Dachstuhlbrand in Einfamilienhaus
Am frühen Abend des 29.01.26 kam es in Lurup zum Brandereignis in einem Einfamilienhaus. In der Folge bekämpften zwei Löschzüge und drei Freiwillige Feuerwehren über mehrere Stunden bei Minustemperaturen den Brand. Zu Beginn sollten sich auch noch vermisste Personen und Tiere im Haus befinden.
Was ist passiert?
Aus bisher ungeklärter Ursache kam es gegen 18.00h zu einem Dachstuhlbrand in einem älteren Einfamilienhaus auf der gesamten Fläche von ca. 8×10 Metern. Aufgrund der Schilderung der bei der Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg Anrufenden wurde die Alarmstufe von FEUY (Feuer mit Menschenleben in Gefahr) auf FEU2Y (Feuer mit Menschenleben in Gefahr, 2 Löschzüge) erhöht.
Die Brandbekämpfung erfolgte in einem kombinierten Innen- und Außenangriff. So konnte zu Beginn der Brandbekämpfung noch ein Hund aus dem Gebäude gerettet werden. Anschließend wurden mehrere C-Rohre von außen an beiden Dachseiten, im Innenangriff und über die zwei Drehleitern von beiden Hausseiten aus vorgenommen.
Durch den Wind und ein offenes Fenster an der Frontgiebelseite konnte sich das Feuer durch den gesamten Dachstuhl bis zur anderen Giebelseite durch Ober- und Dachgeschoss ausdehnen. Schon frühzeitig gab das Dachgebälk nach, so dass Dachziegel in das Gebäude sowie nach außen abstürzten. Dies stellte eine zusätzliche Gefahr für die Einsatzkräfte dar, die außerdem bei Temperaturen knapp unter 0°C mit gefrierendem Löschwasser, unter anderem auf den Leitersprossen der angelegten tragbaren Leitern, zu kämpfen hatten.
Schließlich gelang es nach ca. 2 Stunden das Feuer zu löschen. Es schlossen sich ausgedehnte Nachlöscharbeiten im Dachgeschoss und am Dachfirst unter den verbliebenen Ziegeln an.
Wer war vor Ort?
– FF Eidelstedt
– FF Osdorf
– FF Stellingen
– Bereichsführer Altona
Was waren die Aufgaben?
Die mit dem 1. Löschzug, bestehend aus Kräften der Feuer- und Rettungswache Osdorf und einem HLF der Feuer- und Rettungswache Stellingen, eintreffende FF Eidelstedt setzte einen Atemschutz-Trupp ein und unterstützte beim Aufbau der ersten Wasserversorung. Zwischenzeitlich wurde ein Trupp der Berufsfeuerwehr ebenfalls im Innenangriff eingesetzt und die Drehleiter links vom Gebäude in Stellung gebracht, um ggf. vom Korb aus ein weiteres C-Rohr zum Einsatz zu bringen. Glücklicherweise hatten alle Personen zu diesem Zeitpunkt das Gebäude bereits verlassen und ein Hund wurde von den Trupps gerettet. Verletzt wurde niemand, so dass sich die Kräfte auf die Brandbekämpfung konzentrieren konnten.
Die winterlichen Verhältnisse mussten ebenfalls berücksichtigt werden. So waren die Hydranten unter Schnee und Eis zum Teil schwierig in Betrieb zu nehmen. Zwischenzeitlich war die FF Osdorf als Verstärkung alarmiert worden, wenig später der 2. Löschzug, bestehend aus dem Rest des Löschzuges der Feuer- und Rettungswache Stellingen und der FF Stellingen. Sie brachten die zweite Drehleiter zum Einsatz und unterstützten sowohl bei den Lösch- als auch den Nachlösch- und Aufräumarbeiten. Es wurden, insbesondere durch die FF, mehrere tragbare Leitern an der linken Gebäudeseite und ein weiteres C-Rohr an der rechten Gebäudeseite vorgenommen.
Der Bereichsführer Altona koordinierte den FF-Einsatz und unterstützte den Einsatzleiter der Berufsfeuerwehr, B-Dienst West. Die Kräfte konnten die Einsatzstelle nach ca. vier Stunden verlassen. Im Laufe der Nacht wurde noch eine Brandnachschau durchgeführt. Das Gebäude ist unbewohnbar.
- [m.tropp]




























