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Freiwillige Feuerwehr Hamburg

20.11.2011
Aktuelles

Eine nicht ganz alltägliche Fahrerausbildung


Am 15.10.2011 trafen sich je 3 Maschinisten der Wehren Altengamme, Cranz, Eidelstedt, Marmstorf Neudorf und Warwisch mit zwei Mitgliedern des Technikstabs der FF um 8 Uhr am Technikzentrum in der Grossmannstraße um eine Fahrerausbildung auf den neuen Fahrzeuge GW-Rüst 1 bzw. GW-Rüst 3 zu erhalten.

 

Um kurz nach 8 Uhr setzte sich die Karawane aus einem ELW, fünf GW-R1 und einem GW-R3 in Bewegung. Das Ziel lag in Schleswig Holstein. Es handelte sich um ein Gelände des MC Hansün, welches von der Firma Land und Bau aus Rendsburg angemietet wurde. Nach einem technischen Halt hinter Lübeck erreichten die Kräfte pünktlich um kurz vor 10 Uhr in Langenhagen am Bungsberg ihr Ziel. Das Team der Firma Land und Bau unter Leitung von Reinhard Ahrends sowie Thorsten Ahrends (nicht verwandt) von der Technischen Abteilung F -03 stand schon parat.

Die Firma Land und Bau hat die neuen GW-R 1 auf Unimog U 5000 geliefert und mit dieser Veranstaltung eine ausführliche Einweisung in die Allradtechnik und die damit vorhandenen Einsatzmöglichkeiten gegeben.

Die Gäste aus Hamburg wurden mit einer Stärkung empfangen. Danach begrüßte der Unimog-Experte Reinhard Ahrends, mit einer kleinen Erläuterung des Tagesprogramms und der nötigen Verhaltensregeln in dem Gelände, die Anwesenden. Die Mitarbeiter der Firma Land und Bau sowie zwei Mitarbeiter der Firma Jonas Jessen, die den Aufbau gefertigt hatten, standen mit Rat und Tat zur Seite, um eventuelle Fragen schnell klären zu können.

Der Parcours bot eine Vielzahl an Möglichkeiten um die neuen Einsatzfahrzeuge praktisch im Gelände zu erproben und den richtigen Umgang und das Handling zu lernen. Es gab extrem steile Auf- und Abfahrten, Kuppen, Wasserdurchfahrten, Schlammlöcher und andere Herausforderungen. Um die Fahrer an die neuen Aufgaben heran zu führen, fuhr auf jedem Fahrzeug in den ersten Runden ein Mitarbeiter der Firma Land und Bau mit und gab Hinweise zur Geländebe-schaffenheit und die damit verbundenen Ansprüche an Fahrzeug und Fahrer. Hierbei wurde deutlich gezeigt, wo man welche Sperren einlegt oder besser ausschaltet. Es gab nützliche Tipps, wie man Fahrfehler vermeidet oder auch im Gelände vorrausschauend fährt.

Gegen Mittag gab es für alle dann einen reichhaltigen Imbiss und „Fachgespräche“ über das bisher erlebte. Die zwischendurch aufgetretenen Fragen konnten immer sofort beantwortet werden und bisher unbekannte Neuerungen traten ans Licht.

Nach dem Mittag drehten die Maschinisten weiter ihre Runden und lernten dazu. Nachdem alle Maschinisten fit für das Geländefahren waren, wurde auf die Technik der Seilwinde eingegangen. Die praktische Ausbildung beim Zugversuch zeigte die Wirksamkeit der Allradfeststellbremse und die Abschaltung der Winde bei Erreichen der Maximallast. Weiterhin wurde die Anzeige der tatsächlichen prozentualen Zuglast erläutert.

Auch wenn diese Ausbildung Bestandteil der Lieferbedingungen war, an dieser Stelle nochmals einen Dank an das Team der Firma Land und Bau, die eine gelungene Veranstaltung durchgeführt haben. Gegen 17 Uhr hatten dann alle wieder ihre Heimatstützpunkte erreicht und waren um schöne Erfahrungen reicher. Es gab keine Materialschäden oder andere Zwischenfälle, was bei Geländefahrten ja nicht selbstverständlich ist.

Uns als Mitgliedern des Arbeitskreises F 03 (Technikstab) hat der Tag gezeigt, dass unsere Arbeit auf dem richtigen Weg ist und die Wehren mit neuem Material und entsprechender Ausbildung motiviert werden. Die Fahrzeuge vom Typ GW-R1 bzw. GW-R3 sind multifunktionell einsetzbar und passen gut in das neu überarbeitete Rüstkonzept der Feuerwehr Hamburg. Sicher wird es immer Kameraden geben, denen man es nicht 100-prozentig recht machen kann, weil sie andere Ideen oder Vorstellungen haben, aber die Fahrzeuge sind aus praktischen Gründen eben nicht auf jeden Wunsch ausgelegt. Es hat sich bewiesen, dass die Fahrzeuge praxisgerecht, robust und sinnvoll sind und auch abseits der Straßen sehr weit kommen.

Kay Raschmann

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