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Freiwillige Feuerwehr Hamburg

18.03.2026
Einsatzgeschehen

Chlorgasaustritt in privatem Schwimmbad – Feuerwehr Hamburg im Großeinsatz


In einem privaten Schwimmbad trat am vergangenen Freitag Chlorgas aus und löste einen Großeinsatz aus. Gemeinsam mit der Berufsfeuerwehr konnte das Leck abgedichtet werden und die Bewohner des betroffenen Mehrfamilienhauses betreut werden.

Was war passiert?
Am Freitagnachmittag wurde der Einsatzzentrale der Feuerwehr Hamburg ein möglicher Chlorgasaustritt in einem Wohngebäude gemeldet. Eine Person hatte im Keller eines Mehrfamilienhauses, in dem sich ein privates Schwimmbad befindet, Chlorgas eingeatmet. Aufgrund mehrerer Personen im Gebäude wurde daher die Alarmart schnell auf THXY (Technische Hilfeleistung, mit Gefahrgut und Menschenleben in Gefahr) ausgelöst.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich die Lage. Aus einer Chlorzumischanlage im Bereich des Schwimmbades im Keller trat Flüssigkeit aus, wodurch es zu einer erhöhten Chlorgaskonzentration im betroffenen Bereich kam. Ein Trupp unter Atemschutz führte erste Messungen mit einem Mehrgasmessgerät durch.

Eine betroffene Person wurde rettungsdienstlich versorgt und in ein Krankenhaus transportiert. Im Verlauf wurden alle Wohnungen kontrolliert und weitere Personen aus dem Gebäude geführt und durch Einsatzkräfte betreut.

Aufgrund der gemessenen Konzentrationen wurde sich entschieden die weiteren Maßnahmen unter Chemikalienschutzanzügen (CSA) durchzuführen. Ein Trupp konnte unter CSA schnell die undichte Verschraubung der Chlorversorgungsanlage schließen und somit den weiteren Austritt verhindern. Weitere Trupps haben zuvor unter Atemschutz die Bewohner aus dem Gebäude unter Begleitung von Messgeräten herausgeführt.

Parallel richteten Einsatzkräfte der Technik- und Umweltwache sowie der FF Alsterdorf einen Dekontaminationsplatz ein. Anschließend wurde das Gebäude mit Hochleistungslüftern belüftet.

Nach dem Belüften des Gebäudes konnten anschließend die Bewohner wieder in ihre Wohnungen. Die Einsatzstelle wurde nach Abschluss der Maßnahmen an die Polizei übergeben.

Insgesamt war die Berufs- und Freiwillige Feuerwehr sowie der Rettungsdienst Hamburg mit rund 60 Einsatzkräften etwa vier Stunden im Einsatz für Hamburg.

Wer war alarmiert/vor Ort?
FF Fuhlsbüttel
FF Alsterdorf mit Dekon-P2 und LF KatS
FF Ottensen-Bahrenfeld mit GW-Versorgung
FF Eppendorf mit GW-R3 (konnte auf Anfahrt abbrechen)
FF Wellingsbüttel mit CBRN-Erkkw und LF KatS
Bereichsführer Alstertal

Was waren die Aufgaben?
Die FF Fuhlsbüttel war mit ihren Atemschutzgeräteträgern zur Evakuierung des Gebäudes und zum Beleuchten der Einsatzstelle eingesetzt. Der CBRN-Zug war zusammengesetzt aus dem Dekon-P2 und dem LF KatS der FF Alsterdorf, welche die Technik- und Umweltwache bei der Dekontamination der Einsatzkräfte unterstützte. Die FF Wellingsbüttel stellte für den CBRN-Zug den Part Messeinsatz mit ihrem CBRN Erkunder. Der Bereichsführer Alstertal führte den CBRN Zug und koordinierte deren Arbeit. Die FF Ottensen-Bahrenfeld war für die Verpflegung der Einsatzkräfte eingesetzt. Die FF Eppendorf wurde für ihr Be- und Entlüftungsgerät angefordert, konnte aber auf Anfahrt abbestellt werden.

- [t.drux]




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