06.09.2026
Aktuelles | Personal
Feierliches Gelöbnis im Hamburger Rathaus
Ehrwürdige Veranstaltung für fast 100 Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg
97 Feuerwehrangehörige aus der gesamten Stadt legten am vergangenen Dienstag im Beisein von Familien und Freunden ihr Gelöbnis ab. Symbolisch verstärken Sie damit noch einmal die Selbstverpflichtungen, die sie mit Eintritt in das Ehrenamt Feuerwehr auf sich genommen haben, unabhängig davon, ob kurz nach der Grundausbildung oder erst später als schon erfahrene Einsatzkraft.
Durch den Abend moderierte Landesbereichsführer-Vertreter Andreas Fick, musikalisch begleitet von der Kleinen Besetzung des Landesfeuerwehrorchesters unter Leitung von Hans-Jürgen Lohmann.
Landesbereichsführer Harald Burghart betonte in seiner Rede das besondere Engagement und die große Verantwortung, die mit dem Ehrenamt Feuerwehr verbunden sind. Innensenator Andy Grote dankte den Anwesenden für Ihren herausragenden Einsatz – zum Wohle der Stadt und ihrer Bürgerinnen und Bürger, aber auch für die Werte der Demokratie.
Doch nicht nur Gastgeber und Veranstalter kamen zu Wort. In diesem Jahr sprach Sarah Wendt, Gelobende aus der Freiwilligen Feuerwehr Volksdorf, in einer bewegenden Rede über ihren persönlichen Weg in die Freiwillige Feuerwehr Hamburg und ihre Sicht auf das Ehrenamt:
„Natürlich gibt es bei der Feuerwehr aber nicht nur die schönen, lustigen oder besonderen Momente. Manche Einsätze hinterlassen Spuren. Sie bringen uns an Grenzen. Sie beschäftigen uns noch Stunden oder manchmal sogar Tage später. Und sie zeigen uns Seiten des Lebens, die andere Menschen zum Glück vielleicht nie sehen müssen. […]
Aber genau in solchen Momenten zeigt sich, was Kameradschaft wirklich bedeutet. Nicht nur gemeinsam im Fahrzeug zu sitzen oder nach einer Übung noch zusammenzustehen. Sondern füreinander da zu sein. Zu merken, wenn jemand einen Moment braucht. Zuzuhören. Nachzufragen. Und zu wissen: Ich muss das nicht allein verarbeiten. Auf meinem bisherigen Weg habe ich deshalb nicht nur unglaublich viel über Feuerwehr gelernt, sondern auch über Menschen – und über mich selbst. Ich habe gelernt, Verantwortung zu übernehmen. Und ich habe gelernt, dass Herausforderungen deutlich leichter werden, wenn man Menschen an seiner Seite hat, auf die man sich verlassen kann. Denn Feuerwehr bedeutet für mich nicht, dass jeder von uns perfekt sein muss. Feuerwehr bedeutet, dass wir uns ergänzen. Der eine kann das besser, die andere etwas anderes. Und am Ende zählt nicht, dass jeder alles kann. Am Ende zählt, dass wir zusammenhalten. […] Wir übernehmen Verantwortung.
Für unsere Kameradinnen und Kameraden. Für unsere Feuerwehr. Und vor allem für die Menschen in unserem schönen Hamburg. Denn genau darum geht es am Ende. Um die Menschen, die uns rufen, weil sie selbst gerade nicht mehr weiterwissen. Für sie ist es vielleicht der schlimmste Tag ihres Lebens. Für uns ist es ein Alarm. Und genau deshalb sollten wir nie vergessen, welche Verantwortung hinter diesem Piepen steckt. Menschen vertrauen darauf, dass jemand kommt. Dass jemand hilft. Dass jemand Ruhe bewahrt, wenn bei ihnen gerade alles andere als ruhig ist. Dieses Vertrauen geschenkt zu bekommen, ist eine große Verantwortung. Aber es ist auch ein großes Privileg.“
Im Anschluss an die Reden hieß es „Feuerwehr auf!“: gemeinsam mit Innensenator Andy Grote sprachen die anwesenden ihr feierliches Gelöbnis und erhielten anschließend den symbolischen Handschlag vom Präses der Behörde für Inneres und Sport sowie dem Landesbereichsführer Harald Burghart.
Zum Abschluss folgte das Singen der Hymnen der Freien und Hansestadt Hamburg und der Bundesrepublik Deutschland. Darauf folgend lud der Senat zu einem Empfang, bei dem sich die Gäste in festlicher Atmosphäre austauschen konnten.
Wir gratulieren den Gelobenden dieses Abends ganz herzlich und wünschen ihnen alles Gute für ihren weiteren Weg bei der Freiwilligen Feuerwehr Hamburg!
- [o.henkel]








