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Freiwillige Feuerwehr Hamburg

11.09.2026
Einsatzgeschehen

FF unterstützt bei Maßnahmen zur Entschärfung eines gefährlichen Blindgängers


Am Mittwoch, den 09.09.2026, wurde bei Bauarbeiten in Bahrenfeld eine Weltkriegsbombe durch einen Bagger freigelegt und bewegt. Dies führte zu einem sofortigen Einsatz des Kampfmittelräumdienstes der Feuerwehr Hamburg. Die FF Hamburg unterstützte die Maßnahmen im Umfeld der Entschärfung.

Was war passiert?

Die durch den Bagger bewegte englische 500 lbs. (ca. 250kg) schwere Sprengbombe aus dem 2. Weltkrieg verfügte nach erster Begutachtung über einen sog. Langzeitsäurezünder. Ob dieser Zünder ausgelöst hatte, war unklar bzw. das Bewegen der Bombe hätte den Zünder auslösen können. Derartige Zünder lassen Bomben mit einer zeitlichen Verzögerung detonieren, die nicht bekannt ist. Es bestand eine ständige Detonationsgefahr.

Die darauf folgende Maßnahmenroutine führte zur Alarmierung verschiedenster Einheiten und Organisationen. Neben der Berufsfeuerwehr (Brandschutz-, Rettungs-, Führungs- und Kampfmittelräumdienst) auch Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr mit verschiedenen Sonderkompnenten, der Hilfsorganisationen (u.a Leitungsdienst und Patiententransportzug) und des Bezirksamts (Warnung der Bevölkerung und Bereitstellung von Aufenthaltsstätten für Evakuierte).

In einem Sperrradius von 400m und einem Warnradius von 1.000m mussten ca. 2.500 Personen ihren Aufenthaltsort vorübergehend verlassen und konten weishc in öffentlichen Gebäuden aufhalten. Um ca. 21.30h wurde nach Abschluß der Sicherungs- und Evakuierungsmaßnahmen mit der Entschärfung begonnen, die um ca. 22.30h erfolgreich nach Einsatz des sog. Wasserschneidverfahrtens endete. Der entfernte Zünder wurde separat gesprengt.

Mit einem Einsatzende gegen 23.00h endete dieser besondere Einsatz nach rund 7 Stunden.

Wer war alarmiert/vor Ort?

FF Altona mit Sonderkomponenten Fernmelde
FF Wandsbek-Marienthal mit Sonderkomponenten Fernmelde
FF Eppendorf mit Sonderkomponente Beleuchtung
FF Ottensen-Bahrenfeld mit Sonderkomponente Versorgung

FF Lemsahl-Mellingstedt mit Sonderkomponente Versorgungslogistik

FF Blankenese mit Sonderkomponente Spüren und Messen
Bereichsführer Altona
Bereichsführer Eimsbüttel

Was waren die Aufgaben?

Es wurden ein Kräftebereitstellungsraum und in einigen hundert Metern Entfernung eine Einsatzleitung eingerichtet. Diese wurde dort mit den Sonderkomponenten Fernmelde wie GW-FM und Führungs- und Lageanhänger bestückt. Die Schadensstelle war weitere huntert Meter entfernt und wurde nur minimal von Kräften des Kampfmittelräumdienstes betreten.

Zur schnellen Versorgung aller Einsatzkräfte kamen eine Versorgungskomponente sowie für die spätere Versorgung mit warmen Essen auch die Versorgungslogistik mit einem Feldkochherd zum Einsatz. Diese Einheiten bauten sich im Bereitstellungsraum auf. Von hier wurde auch die Beleuchtung der späteren Entschärfungsstelle abgefordert und dort aufgebaut.

Durch die Sonderkomponente Spüren und Messen wurden ständig die lokalen Wetterdaten an die Einsatzleitung übermittelt. Der Bereichsführer Altona stand der Einsatzleitung zur Verfügung, während durch den Bereichsführer Eimsbüttel in Zusammenarbeit mit einem C-Dienst der Berufsfeuerwehr der Bereitstellungsraum gemanagt wurde.

- [m.tropp]



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