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Freiwillige Feuerwehr Hamburg

09.12.2019
Aktuelles | Ausbildung

Poetische Sanitäter


Unser letzter Sanitäterlehrgang hat wohl auch die kreative Seite unserer Kameradinnen und Kameraden beflügelt...

Sanitäterlehrgänge finden regelmäßig in der Feuerwehrakademie statt. Da lernt man nicht nur reichlich Fachvokabeln wie Linksherzsuffizienz oder spontaner Pneumothorax, sondern auch deren Bedeutung und insbesondere das Behandeln der Verletzten sowie deren Transport auf der Trage, auf dem Rettungstuch oder auf der Vakuummatratze.

Schließlich muss das theoretisch Gelernte auch praktisch geübt werden. Bei den „Verletzten“ handelt es sich um Lehrgangsteilnehmer aus den eigenen Reihen, die geschminkt und wenn nötig auch mit literweise Blut präpariert wurden, um täuschend echt auszusehen.

Am Ende des vergangenen Sanitäterlehrgangs der Freiwilligen Feuerwehr konnten wir schließlich 20 offizielle Sanitäter in unserem Kameradinnen- und Kameradenkreis gewinnen. Die Stimmung unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern war so gut, dass sogar ein Gedicht dabei herauskam:

 

„Moin, moin.“ Sagt man in uns´rer Runde.

Sind hier zur Sani- und Rettungskunde.

Seit letzter Woche Montag schon,

Gönnen wir uns, einen Lehrgangston.

 

Aufgrund der 1A Infrastruktur,

Der Großteil früh zur Schule fuhr.

Denn ausschließlich die Parksituation,

war Pünktlichkeitsmotivation.

 

Sind 20 Leute, 17:3.

So ging der Lehrgang schnell vorbei.

4 Erstversorger waren wir.

Der Rest war aus Interesse hier.

 

Es ist dabei sehr viel passiert.

Wir hatten Spaß, war´n motiviert.

Die Theorie war stets verbunden,

mit praxisnahen Bewegungsstunden.

 

Egal wie weit, noch relevant,

Die Raumplanung war unbekannt.

Doch kein Problem, wir fanden auch,

´Nen Unterschlupf im Treppenhaus.

 

Wenn jemand fragt: „Was machen wir?“.

Die Köpfe sagen: „Buchstabier!“.

Von A bis E und SAMPLER-Schema,

In uns´rem Lehrgang täglich Thema.

 

Und zusätzlich gab´s Kandidaten,

Mit Leistungen stehts überragten.

Jörn bekam ´nen Schulterklopfer,

Als überragendes und bestes Opfer.

 

Geschlagen wurde er dann nur,

von Sarah bei der Hautrasur.

Gesicht ganz blass, so gar nicht fit,

Sei ihr Gefühl: „…Beobachtet!“.

 

Und Lino fand es auch genehm,

Ein „Süßer“ sei er, man könnt´s doch sehn.

„Wozu ne BZ-Messung machen?“.

Florian und Lino, wir mussten Lachen.

 

Gelernt hab´ ich wie „RTWisten“,

Helfen können den „Drogisten“.

Wenn Larynx hilft beim intubieren,

fängt Tourniquet an abzuschnüren.

 

Die Männer lernten auch konstant:

„Sauerstoff ist relevant!“.

Dies führte nämlich in den Pausen,

zu off´nen Fenstern, für Luft von draußen.

 

Und ich bin die, wo alle dachten:

„´Ne schwangere will Sani machen?!“

Gesagt habt ihr´s beim Evac Chair,

Doch trug mein´ Arm nur vor mir her.

 

Hiermit will ich nur danke sagen.

An Ausbilder und Kammeraden.

Das erste mal in Hamburg nun.

Hab´ ich in der Akademie zutun.

 

Ich kannte keinen, aus keiner Wehr,

bevor ich kam zum Sani her.

Jetzt fühle ich mich euch verbunden,

Nach all den vielen Lehrgangsstunden.

 

Jetzt reicht´s auch, ab nach hause nun.

Wir haben auch noch mehr zutun.

Die Runde fand ich wirklich cool!

Denkt dran, Probleme?: Letzte-Hilfe-Tool!

 

 

(Priscilla Rohmann, 29.11.2019)

- [a.schefler]