17.02.2026
Einsatzgeschehen
Wassereinbruch in ehemaligem Löschboot im Traditionsschiffhafen
Am Sonnabend, den 14.02.26 gegen ca. 13.15h, erreichte die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle der Feuerwehr Hamburg die Nachricht, dass ein im Sandtorhafen (sog. Traditionsschiffhafen) liegendes ehemaliges Löschboot der Feuerwehr Hamburg zu sinken drohe. Das Boot - so war an den am Rumpf angebrachten Tiefgangsmarkierungen abzulesen - war da bereits um ca. 50cm gesunken und die Oberkante des Schanzkleids lag in gleicher Höhe wie die Kante des Pontons, an dem das Boot vertäut war.
Was war passiert?
Aus bisher unbekannter Ursache drang Wasser in den Rumpf des ehemaligen Löschboots der Berufsfeuerwehr Hamburg „Baurat Schmidt“ ein, dass bei Eintreffen der Kräfte schon ca. 1m hoch über den Flurplatten des Maschinenraums stand und die Maschine bereits überflutet hatte. Das Boot befindet sich seit seiner Außerdienststellung in Privatbesitz.
Neben den Kräften der FF Hamburg entsandte die Feuerwehr- und Rettungsleitstelle einen Löschzug, Führungsdienste B- und Umweltdienst und verschiedene weitere Spezialkräfte, so z.b. die Kleinboote und das Mehrzweckschiff/Löschboot „Prag“ zum Einsatzstichwort THWA (Techn. Hilfeleistung auf/am WAsser). Außerdem wurden Spezialdienststellen wie die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA) und HAMBURG WASSER hinzugerufen. Der Eigentümer des Löschboots war vor Ort und hatte Mitarbeiter einer Werft zur Schadenssichtung hinzugezogen.
Das um ein Sinken zu vermeiden aus dem Boot zu pumpende Wasservolumen wurde auf mehrere 10.000 m³ geschätzt. Verschiedene Modelle der Entsorgung wurden diskutiert und schließlich durch Umweltbehörde und Hamburg Wasser ein geeignetes Siel auf der Straße Großer Grasbrook oberhalb der Magellanterrassen gefunden. So gelangte weder verunreinigtes Wasser in den Hafen/Elbe noch benötigte man wasserseitig ein Spezialschiff zur Entsorgung.
Es wurden sodann mehrere leistungsstarke Grindex-Tauchpumpen vom Löschboot „Prag“ eingesetzt und insgesamt ca. 400m B-Schlauch in zwei Leitungen zum Siel verlegt. Die Pumparbeiten dauerten längere Zeit an. Anschließend konnten die Werftmitarbeiter den Grund des Wassereinbruchs ermitteln und beseitigen. Ein Verholen des Bootes in eine Werft konnte damit unterbleiben. Es traten keine umweltgefährdenden Stoffe aus.
Wer war alarmiert/vor Ort?
– FF Spadenland m. KLB Typ 1
– FF Moorwerder m. KLB Typ 1
– FF Groß-Flottbek
– FF Ottensen-Bahrenfeld m. GW-VSG
– Bereichsführer Altona
Was waren die Aufgaben?
Die Kleinboote waren für Transportaufgaben zwischen dem Havaristen und dem Löschboot „Prag“ sowie falls nötig für das Ziehen/Verlegen von Ölschlängeln vorgesehen, wobei das Kleinboot der FF Moorwerder aufgrund der Eislage an der Slipstelle nicht in den Einsatz gebracht werden konnte. Das Kleinboot Spadenland verbrachte u.a. Material und Tauchpumpen der „Prag“ zum Havaristen, da die „Prag“ nicht längsseits des Havaristen liegen konnte.
Die FF Groß-Flottbek war wie angefordert zuerst mit dem LF-KatS vor Ort, da die in den Schlauchkassetten gestauten B-Schläuche zur Verlegung der Förderstrecke dienten und einfach und schnell gemeinsam mit den Kräften der Feuerwache Admiralitätsstraße (HLG von F11) ausgelegt werden konnten. Zur Entsorgung der ca. 20 verunreinigten B-Schläuche wurde zum Einsatzende ein Wechselladerfahrzeug mit Mulde angefordert.
Die FF Ottensen-Bahrenfeld versorgte alle Einsatzkräfte während des insgesamt ca. 5 Std. dauernden Einsatzes bei winterlichen Temperaturen mit Minusgraden mit warmen Getränken und kleinen Snacks. Der Bereichsführer Altona organisierte den FF-Einsatz und unterstütze die BF-Führungskräfte bei der Gesamteinsatzleitung.
Anmerkung: Der ehem. Sandtorhafen dient als sog. Traditionsschiffhafen und beherbergt z.B. in der Wintersaision verschiedene Traditionsschiffe wie z.B. das Dampfschiff „Schaarhörn„, den Schlepper „Fairplay VIII„, den Segler „Mare Frisium“ und das ebenfalls ehemalige Löschboot der Berufsfeuerwehr Hamburg „Repsold„.
- [m.tropp]






















